Ein gezielter Anschlag in Libyen hat einen hochrangigen Vertreter des ostlibyschen Sicherheitsapparats das Leben gekostet. Fawzi al-Mansouri, Chef des Militärgeheimdienstes der von Khalifa Haftar geführten Kräfte im Osten des Landes, wurde in Bengasi durch die Explosion eines Sprengsatzes an seinem Fahrzeug getötet.
Al-Mansouri gehörte zu den führenden Militärfunktionären im Machtbereich Haftars, dessen Streitkräfte große Teile des Ostens und Gebiete im Süden Libyens kontrollieren. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 war al-Mansouri unter anderem am Kampf gegen dschihadistische Gruppierungen beteiligt.
Der Anschlag in Libyen ereignete sich, nachdem al-Mansouri eine Moschee in Bengasi verlassen hatte. Anschließend detonierte der an seinem Fahrzeug angebrachte Sprengsatz. Wer für die Tat verantwortlich ist oder welches Motiv dahintersteht, war zunächst nicht bekannt.
Libyen ist seit dem Sturz Gaddafis politisch und institutionell gespalten. Im Westen sitzt die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis, während die von Khalifa Haftar geführten Kräfte den Osten und Teile des Südens kontrollieren. Die Hintergründe des Anschlags in Libyen auf al-Mansouri sind bislang ungeklärt.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Aus dem Anschlag sind bislang keine neuen Vorgaben für deutsche Unternehmen hervorgegangen. Für Firmen mit direkten Geschäftsbeziehungen nach Libyen bleibt die dortige Sicherheitslage relevant.
Handlungsempfehlungen
Erstellen Sie eine Liste geschäftskritischer Abhängigkeiten: Erfassen Sie die wichtigsten Lieferanten, Dienstleister, Softwareanbieter und Transportpartner und hinterlegen Sie für zentrale Bereiche mindestens eine Alternative.
Sichern Sie wichtige Unternehmensdaten: Prüfen Sie regelmäßig Ihre Backups, Zugriffsrechte und Notfallkontakte, damit zentrale Geschäftsprozesse auch bei unerwarteten Störungen schnell fortgeführt werden können.
Testen Sie Ihren betrieblichen Notfallplan: Spielen Sie mit den verantwortlichen Mitarbeitenden regelmäßig ein konkretes Ausfallszenario durch und legen Sie fest, wie Kunden, Beschäftigte und Geschäftspartner kurzfristig informiert werden.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026