China hat seine Exportkontrollen gegenüber Japan erneut ausgeweitet. Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums wurden 20 japanische Einrichtungen auf eine Exportkontrollliste gesetzt. Zusätzlich wurden 20 weitere Organisationen in eine Beobachtungsliste aufgenommen. Für bestimmte Ausfuhren gelten damit künftig strengere Genehmigungs- und Prüfverfahren.
Von den neuen Maßnahmen betroffen sind unter anderem Einrichtungen aus den Bereichen Industrie, Forschung und Verteidigung. Für verschiedene sogenannte Dual-Use-Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können, gelten künftig verschärfte Ausfuhrvorschriften. Exporte dieser Produkte dürfen nur noch nach vorheriger Genehmigung erfolgen oder unterliegen zusätzlichen Prüfungen. Nach Darstellung der chinesischen Regierung dienen Chinas Exportkontrollen dem Schutz nationaler Sicherheitsinteressen.
Die aktuellen Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den seit längerem angespannten Beziehungen zwischen China und Japan. Beide Staaten vertreten in mehreren außen- und sicherheitspolitischen Fragen unterschiedliche Positionen. Bereits Anfang des Jahres hatte China erste Exportbeschränkungen gegen einzelne japanische Einrichtungen eingeführt. Mit der aktuellen Entscheidung werden Chinas Exportkontrollen nun auf weitere Organisationen ausgeweitet.
Die neuen Regelungen sind mit ihrer Veröffentlichung in Kraft getreten. Die chinesische Regierung erklärte, dass sich die Maßnahmen ausschließlich gegen die aufgeführten Einrichtungen und Organisationen richten. Der allgemeine Handel zwischen China und Japan solle dadurch grundsätzlich nicht eingeschränkt werden. Die Entwicklung wird von Regierungen und internationalen Wirtschaftsverbänden aufmerksam verfolgt.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die verschärften Exportkontrollen können internationale Lieferketten im Hightech- und Industriebereich beeinflussen. Unternehmen mit globalen Zulieferern sollten die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten.
Handlungsempfehlungen
Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, aus welchen Ländern Ihre wichtigsten Produkte, Materialien oder Dienstleistungen stammen, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Lieferanten über deren Lieferfähigkeit und mögliche Alternativen, damit Sie bei kurzfristigen Veränderungen schnell reagieren können.
Überprüfen Sie mindestens einmal pro Quartal Ihre Einkaufs- und Beschaffungsstrategie und bauen Sie, wenn möglich, zusätzliche Lieferanten oder Bezugsquellen auf, um Ihre Unternehmensprozesse widerstandsfähiger zu gestalten.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026