Die globalen Handelsströme verschieben sich spürbar, und Deutschland steht im Mittelpunkt dieser Entwicklung. Steigende Strafzölle zwischen den USA und China führen dazu, dass große Warenmengen aus der Volksrepublik neue Absatzmärkte suchen. Dabei landen zunehmend hochwertige Vorprodukte aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Solarindustrie und E-Mobilität in Deutschland – oft zu Preisen, mit denen heimische Anbieter kaum mithalten können. Für viele Unternehmen bedeutet das zunächst sinkende Beschaffungskosten und bessere Verfügbarkeit wichtiger Bauteile.
Gleichzeitig wächst der Druck auf europäische Hersteller, die sich intensiveren Preiswettbewerben stellen müssen. Besonders sensibel sind Branchen mit hoher Konkurrenz aus Asien. Neben der wirtschaftlichen Komponente spielt auch die strategische Rolle der Lieferketten eine zunehmende Rolle: Je stärker kritische Bauteile aus einem einzelnen Land stammen, desto anfälliger wird die industrielle Versorgung für politische oder logistische Störungen. Unternehmen müssen ihre Beschaffungsstrategien daher sorgfältig überdenken, um Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die steigenden chinesische Exporte Deutschland verändern Marktbedingungen spürbar. Während Einkäufer kurzfristig Kostenvorteile realisieren können, geraten vor allem mittelständische Hersteller unter Druck. Unternehmen müssen genau prüfen, wo Abhängigkeiten bestehen, wie sich Lieferketten stabilisieren lassen und in welchen Bereichen Differenzierung statt Preiswettbewerb nötig wird.
Handlungsempfehlungen
- Kosten- und Preisstrukturen aktiv überprüfen: Prüfen Sie, in welchen Bereichen günstigere Importwaren Ihre eigenen Einkaufs- und Produktionskosten senken können. Aktualisieren Sie Preislisten, Angebote und Kalkulationen regelmäßig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Wettbewerbsfähigkeit durch Kundennutzen stärken: Setzen Sie bewusst auf Faktoren, die unabhängig von der Branche wirken: schnellere Reaktionszeiten, verlässliche Kommunikation, individuelle Lösungen, technische Beratung, höhere Servicequalität. So entziehen Sie sich einem reinen Preiswettbewerb.
- Risikomanagement professionalisieren: Erfassen Sie alle kritischen Abhängigkeiten — nicht nur zu China. Bauen Sie mindestens eine alternative Bezugsquelle pro Kernmaterial auf und legen Sie klare interne Prozesse für Lieferausfälle, Preisschwankungen und Engpässe fest.
Bildquelle¹: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)