Die Europäische Union weiten ihre Vorgaben für den Einsatz künstlicher Intelligenz aus. Das Europaparlament hat weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht, die insbesondere gegen missbräuchlich erstellte Deepfakes gerichtet sind. Dabei handelt es sich um mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugte Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die echte Personen täuschend realistisch darstellen oder verändern können.
Im Mittelpunkt der neuen Regelungen stehen vor allem Deepfakes, die ohne Zustimmung der betroffenen Personen erstellt werden. Besonderes Augenmerk liegt auf Inhalten, die Persönlichkeitsrechte verletzen oder für Manipulation und Täuschung genutzt werden können.
Die neuen Vorgaben sind Teil der umfassenden KI-Regulierung, die schrittweise innerhalb der Europäischen Union umgesetzt wird. Das Regelwerk soll klare Rahmenbedingungen für Entwicklung, Vertrieb und Nutzung von KI-Anwendungen schaffen. Je nach Risiko und Einsatzgebiet gelten dabei unterschiedliche Anforderungen für Anbieter und Nutzer entsprechender Systeme.
Mit den aktuellen Beschlüssen setzt die Europäische Union ihren Kurs fort, künstliche Intelligenz stärker zu regulieren und gleichzeitig Rechtssicherheit für Anwender zu schaffen. Die KI-Regulierung wird damit um weitere Bestimmungen ergänzt. Nach der formellen Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten soll die Regelung ab Dezember 2026 in den Mitgliedsländern angewendet werden.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die neuen KI-Regeln erhöhen den Druck auf Unternehmen, eingesetzte KI-Tools rechtlich und organisatorisch sauber zu prüfen. Besonders Marketing, Personalwesen, Kommunikation und IT-Abteilungen sollten die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie regelmäßig, welche KI-Tools in Ihrem Unternehmen genutzt werden, und dokumentieren Sie deren Einsatzbereiche schriftlich.
Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit KI-generierten Inhalten, damit manipulierte Bilder, Videos oder Dokumente frühzeitig erkannt werden können.
Definieren Sie klare Freigabeprozesse für veröffentlichte Inhalte, um rechtliche Risiken und Reputationsschäden durch fehlerhafte oder manipulierte Medien zu vermeiden.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026