Ein schweres Erdbeben in Japan hat die Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu erschüttert. Nach Angaben der japanischen Behörden erreichte das Beben eine Stärke von 7,1. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bestätigte mindestens 13 Todesopfer. Darüber hinaus wurden zahlreiche Menschen verletzt, während weitere Personen zunächst als vermisst galten. Rettungskräfte setzten ihre Such- und Bergungsarbeiten auch am folgenden Tag fort.
Besonders schwer betroffen war ein Einkaufszentrum in der Stadt Kashima. Dort kam es im Zusammenhang mit dem Erdbeben zu erheblichen Gebäudeschäden, nachdem eine Explosion Teile des Bauwerks einstürzen ließ. Einsatzkräfte suchten stundenlang nach eingeschlossenen Menschen und bargen Verletzte sowie Todesopfer aus den Trümmern. Auch in einer Papierfabrik in Yatsushiro entstanden erhebliche Schäden, nachdem ein hoher Industrieschornstein eingestürzt war.
Nach dem Erdbeben in Japan waren Rettungskräfte und Soldaten in mehreren betroffenen Orten im Einsatz. Mehr als 260.000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen. In der Präfektur Kumamoto waren zeitweise rund 46.000 Haushalte ohne Strom, während die Behörden die Schäden erfassten und die Suche nach Vermissten fortsetzten.
Das Erdbeben in Japan beeinträchtigte außerdem die Verkehrsinfrastruktur auf Kyushu. Der Bahnbetreiber JR Kyushu stellte den Zugverkehr, darunter auch mehrere Shinkansen-Verbindungen, zeitweise ein. Am Flughafen Aso Kumamoto kam es zu Einschränkungen im Flugbetrieb. Eine zunächst ausgegebene Tsunamiwarnung wurde später wieder aufgehoben. Die Behörden warnten die Bevölkerung jedoch weiterhin vor möglichen starken Nachbeben.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Konkrete Lieferausfälle für deutsche Unternehmen sind bislang nicht bestätigt. Unternehmen mit Lieferanten oder Geschäftspartnern auf Kyushu sollten die aktuelle Lage beobachten und vereinbarte Liefertermine frühzeitig abstimmen.
Handlungsempfehlungen
Überprüfen Sie Ihre wichtigsten Lieferanten regelmäßig auf regionale Risiken. Erfassen Sie, aus welchen Ländern oder Regionen Ihre wichtigsten Waren und Dienstleistungen stammen, und entwickeln Sie für kritische Bereiche mindestens eine alternative Bezugsquelle.
Nutzen Sie das Ereignis, um Ihren Notfall- und Krisenplan zu aktualisieren. Definieren Sie klare Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen für den Fall, dass Lieferungen, IT-Dienstleister oder Geschäftspartner kurzfristig ausfallen.
Schaffen Sie mehr Transparenz in Ihrer Lieferkette. Tauschen Sie sich proaktiv mit Lieferanten und Geschäftspartnern über deren Risikomanagement aus und prüfen Sie regelmäßig, ob mögliche Engpässe frühzeitig erkannt und gemeinsam abgefedert werden können.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026