Der Sommer 2026 hat Westeuropa bislang außergewöhnlich hohe Temperaturen gebracht. Die am Montag, 10. August, veröffentlichten Daten des europäischen Klimadienstes Copernicus zeigen, dass Juni und Juli zusammengenommen in der Region so warm waren wie noch nie seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen. Deutschland wird bei dieser Auswertung Westeuropa zugerechnet und ist damit Teil der erfassten Region.
Über beide Monate hinweg erreichte die Durchschnittstemperatur in Westeuropa 21,62 Grad Celsius. Damit lag sie deutlich über dem langjährigen Vergleichswert der Referenzperiode von 1991 bis 2020. Schon der Juni hatte für Westeuropa einen neuen Temperaturrekord gebracht. Copernicus registrierte seit Mai insgesamt vier Hitzewellen in der Region.
Die außergewöhnlich hohen Temperaturen zeigten sich nicht überall in Europa gleichermaßen. Copernicus weist auf ein deutliches Temperaturgefälle zwischen Westeuropa und den weiter östlich sowie nördlich gelegenen Teilen Europas hin. Auch innerhalb Deutschlands gab es Unterschiede: Der Südwesten war den Daten zufolge deutlich wärmer als der Nordosten.
Die am 10. August vorgelegten Daten erfassen die bereits gemessenen Temperaturen der ersten beiden Monate des meteorologischen Sommers und ermöglichen damit eine Zwischenbilanz für 2026. Eine abschließende Bewertung des gesamten Sommers ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dafür müssen auch die Temperaturdaten des August berücksichtigt werden.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Längere Hitzeperioden können Arbeitsbedingungen, Kühlbedarf, Gebäude sowie Produktions- und Logistikprozesse belasten. Für deutsche Unternehmen gewinnt deshalb die Vorbereitung auf hohe Temperaturen zunehmend an Bedeutung.
Handlungsempfehlungen
- Legen Sie einen klaren Hitzeplan für Ihr Unternehmen fest: Definieren Sie ab bestimmten Temperaturen konkrete Maßnahmen wie zusätzliche Trinkpausen, angepasste Arbeitszeiten oder die Verlagerung belastender Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten. So wissen Führungskräfte und Mitarbeitende bei hoher Hitzebelastung frühzeitig, welche Maßnahmen vorgesehen sind.
- Prüfen Sie Ihre Arbeitsräume mit einfachen Sofortmaßnahmen: Kontrollieren Sie Sonnenschutz, Lüftungsmöglichkeiten und Raumtemperaturen und nutzen Sie beispielsweise frühmorgendliches Lüften, Verschattung und eine reduzierte Wärmeentwicklung durch nicht benötigte Geräte.
- Sichern Sie wichtige Betriebsabläufe für Hitzetage ab: Identifizieren Sie Aufgaben, Technik und Termine, bei denen hohe Temperaturen zu Störungen führen könnten, und bestimmen Sie vorab geeignete Alternativen. Flexible Arbeitsmöglichkeiten oder Ausweichtermine können dabei helfen, wichtige Abläufe aufrechtzuerhalten.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026