Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben die saudischen Öltanker „Encelia“ und „Layla“ im Roten Meer angegriffen. Nach Darstellung der Gruppierung kamen dabei ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen zum Einsatz. Die Huthi erklärten, die Schiffe hätten gegen eine von ihnen ausgerufene Blockade saudischer Häfen verstoßen. Die Angaben zu einem erfolgreichen Angriff auf beide Tanker waren zunächst nicht unabhängig bestätigt.
Saudi-Arabien bestätigte, dass die „Encelia“ während ihrer Fahrt im Roten Meer von einem Geschoss getroffen wurde. Am Bug des Tankers brach daraufhin ein Feuer aus. Dieses konnte nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht werden. Die Besatzung befand sich demnach in Sicherheit. In der saudischen Mitteilung wurde nicht ausdrücklich benannt, wer für den Treffer verantwortlich war.
Auch der britische Seesicherheitsdienst UKMTO registrierte vor der Küste Saudi-Arabiens einen Vorfall, bei dem ein Geschoss einen Tanker traf. Kurz darauf bekannte sich die Huthi-Miliz zu den gemeldeten Angriffen auf die „Encelia“ und die „Layla“. Ein Treffer oder Brand auf der „Layla“ war zunächst nur durch die Huthi gemeldet und nicht von unabhängiger Seite bestätigt worden.
Der Huthi-Angriff auf Öltanker ereignete sich auf einer bedeutenden internationalen Schifffahrtsroute. Das Rote Meer verbindet den Indischen Ozean über den Suezkanal mit dem Mittelmeer. Die Huthi hatten zuvor eine Blockade gegen Schiffe mit Verbindungen zu saudischen Häfen ausgerufen und weitere Angriffe angekündigt.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die Unsicherheit im Roten Meer betrifft Unternehmen mit Lieferketten über den Suezkanal. Zusätzliche Kosten entstehen, falls Reedereien Routen ändern oder Logistik- und Versicherungsunternehmen neue Zuschläge erheben.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie Ihre Lieferketten regelmäßig: Lassen Sie sich von Ihren Lieferanten frühzeitig über mögliche Verzögerungen informieren und planen Sie bei wichtigen Bestellungen ausreichende Zeitreserven ein.
Erhöhen Sie Ihre Planungssicherheit: Prüfen Sie bei geschäftskritischen Produkten und Leistungen, ob alternative Lieferanten oder Bezugsquellen verfügbar sind, damit Ihr Unternehmen bei Störungen handlungsfähig bleibt.
Kommunizieren Sie Veränderungen frühzeitig: Informieren Sie Kunden und Geschäftspartner transparent über mögliche Terminänderungen. Eine offene Kommunikation stärkt Vertrauen und erleichtert die gemeinsame Planung.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026