Dänemark führt zum Start des neuen Schuljahres strengere Vorgaben für künstliche Intelligenz an Schulen ein. Hintergrund ist die zunehmende Nutzung generativer KI-Anwendungen durch Schülerinnen und Schüler. Die neuen KI-Regeln in Dänemark sehen unter anderem vor, wieder mehr Aufgaben unmittelbar in der Schule bearbeiten zu lassen. Lehrkräfte sollen dadurch besser nachvollziehen können, welche Leistungen Schülerinnen und Schüler tatsächlich eigenständig erbracht haben.
Auch bei Prüfungen verschärft Dänemark die Vorgaben. Weiterführende Schulen sollen Überwachungssoftware einsetzen und während Prüfungen den Zugriff auf KI-Dienste sperren. Zudem müssen Schülerinnen und Schüler eine größere Abschluss-Hausarbeit künftig zusätzlich mündlich verteidigen. Damit soll überprüfbar bleiben, ob sie die Inhalte ihrer schriftlichen Arbeit selbst beherrschen und eigenständig erläutern können.
Ein vollständiges Verbot künstlicher Intelligenz an dänischen Schulen ist mit den neuen Vorgaben jedoch nicht verbunden. Stattdessen soll deutlicher geregelt werden, wann KI als Hilfsmittel eingesetzt werden darf und wann Schülerinnen und Schüler Aufgaben ohne entsprechende Unterstützung bearbeiten müssen.
Die Änderungen gelten zum neuen Schuljahr und reagieren auf die schnelle Verbreitung generativer KI im Bildungsbereich. Dänemark kombiniert dabei stärkere Kontrollen bei Prüfungen mit veränderten Abläufen im Unterricht. Mehr Arbeiten sollen unter Aufsicht in der Schule entstehen, während künstliche Intelligenz in dafür vorgesehenen Situationen weiterhin eingesetzt werden kann.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der veränderte Umgang mit KI prägt bereits die Ausbildung künftiger Arbeitskräfte. Für deutsche Unternehmen gewinnen KI-Kompetenz und eigenständige Fachkenntnisse gleichermaßen an Bedeutung.
Handlungsempfehlungen
Legen Sie einfache KI-Regeln für Ihr Unternehmen fest: Definieren Sie schriftlich, welche KI-Anwendungen Mitarbeitende nutzen dürfen und welche Unternehmens- oder Kundendaten dort keinesfalls eingegeben werden dürfen.
Führen Sie das Vier-Augen-Prinzip für wichtige KI-Inhalte ein: Lassen Sie beispielsweise Angebote, Kundenkommunikation, Verträge oder veröffentlichte Inhalte immer von einem Menschen auf Fakten und Fehler prüfen.
Testen Sie einen konkreten KI-Anwendungsfall: Wählen Sie einen wiederkehrenden Arbeitsprozess wie Recherche, Zusammenfassungen oder erste Textentwürfe und prüfen Sie vier Wochen lang, ob KI dort tatsächlich Zeit spart und verlässliche Ergebnisse liefert.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026