Beim deutsch-chinesischen Finanzdialog hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil deutliche Worte gewählt. Deutschland und die Europäische Union würden faire Wettbewerbsbedingungen einfordern – insbesondere gegenüber stark subventionierten Branchen in China. Hintergrund sind zunehmende Marktverzerrungen durch staatliche Förderung, große industrielle Überkapazitäten und Exportbeschränkungen bei Schlüsselrohstoffen, die deutsche Unternehmen unmittelbar betreffen.
Klingbeil machte während seines Besuchs in Peking klar, dass Europa bereit sei, wirtschaftspolitisch geschlossen aufzutreten, falls der Wettbewerb weiterhin zulasten europäischer Firmen ausfalle. Besonders die deutsche Industrie spürt die Folgen bereits heute: Ob im Elektromobilitätssektor, im Maschinenbau oder in der Hightech-Fertigung – viele Betriebe stehen unter erheblichem Druck, da chinesische Anbieter mit staatlicher Unterstützung global Marktanteile aufbauen.
Zudem bereiten die jüngsten Beschränkungen Chinas bei bestimmten Exportgütern Sorgen. Diese betreffen Materialien, die in Deutschland für moderne Produktionsprozesse gebraucht werden. Unternehmen fürchten, dass Lieferketten ins Wanken geraten könnten, sollten die geopolitischen Spannungen zunehmen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Viele Firmen müssen sich auf schwerer planbare Lieferketten, intensiveren Wettbewerb und wachsende politische Unsicherheiten einstellen. Strategische Beschaffung und internationale Ausweichmärkte werden wichtiger.
Handlungsempfehlungen
- Risikoprüfung der Lieferkette: Eine kurze, monatliche Bewertung aller wesentlichen Zulieferer einführen, inklusive Ampelsystem für Abhängigkeiten.
- Einkauf breiter aufstellen: Parallelangebote aus mindestens zwei weiteren Ländern einholen, um Preis- und Versorgungssicherheit zu erhöhen.
- Eigenes Know-how schützen: Interne Prozesse prüfen und geistiges Eigentum (Daten, Konstruktionspläne, Produktdetails) stärker absichern – z. B. durch Rechte-Management, IT-Sicherheitsstufen und klare Zugriffsregeln.
Bildquelle¹: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)