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Krankenstand in Deutschland sinkt – Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu

Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen, während psychische Erkrankungen in der aktuellen Halbjahresauswertung die meisten Fehltage verursachten.
20. Juli 2026 durch
Redaktion

Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit waren Beschäftigte zwischen Januar und Juni durchschnittlich 9,6 Kalendertage arbeitsunfähig. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 9,9 Tagen. Auch die Krankenstandsquote verringerte sich von 5,4 auf 5,3 Prozent. Durchschnittlich waren damit an jedem Kalendertag 53 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben, im Vorjahr waren es 54.

Grundlage der Auswertung sind anonymisierte Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 2,2 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten, die vom Berliner IGES Institut untersucht wurden. Die Ergebnisse beziehen sich auf diese Versichertengruppe und ermöglichen einen direkten Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2025. Trotz des leichten Rückgangs lag der Krankenstand in Deutschland nach Einschätzung der DAK weiterhin auf einem hohen Niveau.

Maßgeblich für den Rückgang war die geringere Zahl an Fehltagen infolge von Atemwegserkrankungen. Erkältungen, Grippe und weitere Infektionen der Atemwege verursachten gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 rund 21 Prozent weniger Fehltage. Im Januar und Februar 2025 hat eine ausgeprägte Erkältungswelle die Zahl der Krankmeldungen deutlich erhöht. Muskel- und Skeletterkrankungen, darunter Rücken- und Gelenkbeschwerden, gehören weiterhin zu den häufigsten Ursachen längerer Arbeitsunfähigkeiten.

Gleichzeitig nahmen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen weiter zu. Depressionen, Angststörungen und andere psychische Diagnosen verursachten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 184 Fehltage je 100 Versicherte und damit neun Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Psychische Erkrankungen waren damit in der aktuellen Halbjahresauswertung die häufigste Ursache für Fehltage. Während die Zahl der Krankschreibungen bei Beschäftigten unter 55 Jahren tendenziell zurückging und der Rückgang insbesondere bei jüngeren Erwerbstätigen deutlich ausfiel, nahm die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeiten bei Beschäftigten über 60 Jahren zu. Insgesamt entwickelte sich der Krankenstand in Deutschland je nach Altersgruppe und Krankheitsbild unterschiedlich.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Der leicht gesunkene Krankenstand bedeutet rechnerisch weniger Ausfalltage unter den ausgewerteten DAK-Versicherten. Gleichzeitig bleiben steigende psychisch bedingte Fehlzeiten für die Personal- und Vertretungsplanung vieler Unternehmen eine wichtige Herausforderung.

Handlungsempfehlungen

  1. Analysieren Sie regelmäßig die Ursachen von Krankheitsausfällen in Ihrem Unternehmen, um wiederkehrende Belastungen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
  2. Planen Sie wichtige Aufgaben so, dass sie von mehreren Mitarbeitenden übernommen werden können und längere Ausfälle nicht den gesamten Betriebsablauf beeinträchtigen.
  3. Führen Sie regelmäßige Gespräche mit Ihren Mitarbeitenden über Arbeitsbelastung, Arbeitsorganisation und Verbesserungsvorschläge, um Probleme frühzeitig zu erkennen und die Zufriedenheit im Team nachhaltig zu stärken.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 20. Juli 2026
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