Der Schiffsverkehr im Roten Meer ist infolge der angespannten Sicherheitslage deutlich zurückgegangen. Zuletzt passierten nur noch wenige Handelsschiffe die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Damit wurde der niedrigste Wert seit mehreren Monaten registriert. Unter den Schiffen befanden sich auch mehrere Öltanker.
Der Rückgang fällt mit neuen Drohungen und Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen zusammen. Die Gruppierung kündigte an, saudische Öltransporte verstärkt ins Visier zu nehmen, und meldete Angriffe auf Einrichtungen des Energiekonzerns Aramco sowie auf Tanker im Roten Meer. Unabhängig überprüfen lassen sich nicht alle Angaben der Konfliktparteien. Fest steht jedoch, dass mehrere Reedereien ihre Routen angepasst oder geplante Durchfahrten verschoben haben.
Auch an der Straße von Hormus bleibt die Lage angespannt. Iranische Revolutionsgarden berichteten über Kontrollen von Handelsschiffen und über einen beschädigten Öltanker. Sowohl Bab al-Mandab als auch die Straße von Hormus gehören zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Transport von Rohöl, Flüssiggas und Waren zwischen Asien, dem Nahen Osten und Europa.
Die Europäische Union begleitet den internationalen Schiffsverkehr weiterhin mit ihrer Marinemission Aspides. Internationale Beobachter verfolgen die Entwicklung aufmerksam, da sich die Sicherheitslage in der Region innerhalb kurzer Zeit mehrfach verändert hat.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der Einbruch des Schiffsverkehrs erhöht die Unsicherheit bei Lieferzeiten und Transportplanungen zwischen Asien und Europa. Deutsche Unternehmen mit internationalen Lieferketten sollten aktuelle Routen und Laufzeiten eng mit ihren Logistikpartnern abstimmen.
Handlungsempfehlungen
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Liefertermine: Stimmen Sie sich bei wichtigen Bestellungen frühzeitig mit Lieferanten und Dienstleistern ab, damit mögliche Verzögerungen rechtzeitig erkannt und eingeplant werden können.
Reduzieren Sie Abhängigkeiten von einzelnen Partnern: Prüfen Sie, ob für wichtige Produkte, Materialien oder Dienstleistungen alternative Lieferanten oder Dienstleister zur Verfügung stehen, um im Ernstfall flexibel reagieren zu können.
Informieren Sie Ihre Kunden frühzeitig: Sollten sich Lieferzeiten oder Projektabläufe verändern, schafft eine offene und frühzeitige Kommunikation Vertrauen und ermöglicht gemeinsame Lösungen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026