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Snapchat reagiert: Plattform fragt Alter ab

Neue Prüfverfahren sollen Minderjährige aussperren – Signalwirkung für Europa möglich.
24. November 2025 durch
Redaktion

Die Social-Media-Plattform Snapchat reagiert auf ein neues Gesetz in Australien, das Minderjährigen unter 16 Jahren den Zugang zu vielen Online-Diensten verbietet. Um die Vorgaben einzuhalten, fordert Snapchat derzeit Hunderttausende Nutzer auf, ihr Alter zu bestätigen. Betroffen sind vor allem Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, deren Angaben bisher nicht eindeutig verifiziert wurden.

Die Plattform nutzt dabei unterschiedliche Prüfmechanismen, um das Alter zu bestimmen. Dazu gehören Nutzerangaben, Nutzungsverhalten und technische Verfahren zur Identifikation möglicher Minderjähriger. Wer nicht nachweisen kann, dass er mindestens 16 Jahre alt ist, riskiert die Sperrung seines Accounts. Möglich sind Nachweise über persönliche Dokumente, Bankverbindungen oder digitale Identifikationsverfahren, teilweise auch über biometrische Methoden.

Mit dieser Maßnahme zeigt Snapchat, wie Social-Media-Unternehmen auf strengere Regulierung reagieren. Die Altersverifikation könnte künftig auch in anderen Regionen verpflichtend werden – besonders in Europa, wo Datenschutz und Jugendschutz bereits intensiv diskutiert werden. Für Unternehmen, die Snapchat als Marketing- oder Kommunikationskanal nutzen, kann sich diese Entwicklung spürbar auf Reichweite und Zielgruppenansprache auswirken.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen


Die neue Altersabfrage bei Snapchat kann Marketingaktivitäten beeinflussen, insbesondere wenn junge Zielgruppen im Fokus stehen. Unternehmen müssen mit veränderten Reichweiten, neuen Compliance-Anforderungen und strengeren Plattformregeln rechnen.

Handlungsempfehlungen


  1. Eigene Kundenkanäle stärken: Bauen Sie Kommunikationswege auf, die Sie selbst kontrollieren – z. B. Newsletter, WhatsApp-Kanäle, Kundenbereiche oder Veranstaltungen. So bleiben Sie erreichbar, selbst wenn Plattformen Regeln ändern.
  2. Datenschutz als Vertrauensfaktor nutzen: Entwickeln Sie klare und einfach verständliche Datenschutzstandards und kommunizieren Sie diese aktiv. Transparenz stärkt Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern – unabhängig von der Branche.
  3. Flexibilität in der Kundenansprache erhöhen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Marketing- und Vertriebskonzepte nicht von einem einzelnen Kanal abhängig sind. Ein flexibles System ermöglicht schnelle Anpassungen bei Änderungen von Plattformen oder Gesetzen.

Bildquelle¹: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)

Bildquelle¹


Redaktion 24. November 2025
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