Deutschland hat das für Ende 2026 vorgesehene Ausbauziel bei der Photovoltaik bereits vorzeitig erreicht. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft liegt die bundesweit installierte Solarleistung inzwischen bei mehr als 128 Gigawatt Peak. Damit wurde die im Erneuerbare-Energien-Gesetz für das laufende Jahr vorgesehene Größenordnung bereits vor Jahresende erreicht.
Der Solarausbau soll nach den derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben in den kommenden Jahren weitergehen. Für 2028 ist eine installierte Photovoltaikleistung von 172 Gigawatt vorgesehen. Bis zum Jahr 2030 soll die Gesamtleistung auf 215 Gigawatt steigen.
In den vergangenen beiden Jahren wurden jeweils rund 17,5 Gigawatt Peak zusätzliche Photovoltaikleistung installiert. Im ersten Halbjahr 2026 kamen etwas mehr als 7,5 Gigawatt hinzu. Um die für 2030 vorgesehene Gesamtleistung zu erreichen, wäre in den kommenden Jahren ein durchschnittlicher jährlicher Zubau von rund 20 Gigawatt erforderlich.
Der Bundesverband Solarwirtschaft begleitet den weiteren Solarausbau mit Forderungen an die Politik. Der Branchenverband fordert unter anderem Nachbesserungen an der vom Bundeskabinett beschlossenen EEG-Novelle 2027 und am sogenannten Netzanschlusspaket. Im Mittelpunkt stehen dabei die regulatorischen Bedingungen für neue Photovoltaikanlagen sowie deren Anschluss an die Stromnetze.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der Solarausbau eröffnet Betrieben mit geeigneten Flächen zusätzliche Investitionsmöglichkeiten. Zugleich entsteht Nachfrage nach Installation, Speichertechnik, Netzanschlüssen und Energiemanagement.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie Ihren betrieblichen Energieverbrauch: Vergleichen Sie mindestens einmal jährlich Stromkosten, Verbrauchsspitzen und größere Verbraucher, um konkrete Einsparpotenziale im Unternehmen zu identifizieren.
Lassen Sie mögliche Energieinvestitionen durchrechnen: Prüfen Sie bei eigenen oder langfristig genutzten Betriebsflächen, ob Photovoltaik, Speichertechnik oder andere Effizienzmaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sein können.
Berücksichtigen Sie Energiekosten bei größeren Anschaffungen: Vergleichen Sie bei neuen Maschinen, Fahrzeugen oder technischer Ausstattung nicht nur den Kaufpreis, sondern auch den langfristigen Energieverbrauch und die laufenden Betriebskosten.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026