Am Flughafen Leipzig/Halle haben Beschäftigte eine offenbar mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt. Das Fluggerät befand sich in unmittelbarer Nähe mehrerer Transportmaschinen der ukrainischen Fluggesellschaft Antonov Airlines. An der Drohne war ein Paket mit einer verdächtigen Substanz und einem Zünder angebracht. Einsatzkräfte sicherten das Fluggerät und entfernten den Zünder.
Nach gemeinsamen Medienrecherchen und Informationen aus vertraulichen Behördenunterlagen wiesen kriminaltechnische Tests auf die Sprengstoffe PETN und Semtex hin. Eine abschließende öffentliche Mitteilung der Ermittlungsbehörden zu Zusammensetzung, Konstruktion und Funktionsweise des Sprengsatzes lag zunächst nicht vor. Ungeklärt ist außerdem, ob die Drohne gezielt zu dem Standort gesteuert wurde oder auf welche Weise sie dorthin gelangte.
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des sächsischen Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen übernommen. Sie prüfen auch einen möglichen politischen Hintergrund. Angaben zu Tatverdächtigen, einem konkreten Anschlagsziel oder der Herkunft der Drohne wurden bislang nicht veröffentlicht. Der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle war während des Einsatzes vorübergehend unterbrochen.
Parallel untersuchen die Behörden einen zweiten Vorfall. Eine Frachtmaschine, die wegen der Sperrung nicht in Leipzig/Halle landen konnte, kollidierte in einigen Hundert Metern Höhe mit einem unbekannten Objekt. Nach ihrer Landung in Hannover wurden leichte Beschädigungen an der Vorderseite des Flugzeugs festgestellt. Ob es sich bei dem Objekt um eine weitere Drohne handelte und ob beide Ereignisse zusammenhängen, ist bislang ungeklärt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einer neuen Gefahrenqualität, warnte jedoch zugleich vor voreiligen Spekulationen über mögliche Urheber.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der Vorfall kann vorübergehende Sperrungen, Flugumleitungen und Verzögerungen im Luftfrachtverkehr verursachen. Unternehmen mit zeitkritischen Lieferungen sollten kurzfristige Änderungen an wichtigen Logistikstandorten berücksichtigen.
Handlungsempfehlungen
Überprüfen Sie Ihren Notfall- und Krisenplan und legen Sie klare Zuständigkeiten für sicherheitsrelevante Ereignisse fest, damit Ihr Unternehmen im Ernstfall schnell und strukturiert reagieren kann.
Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig für Sicherheitsrisiken, indem Sie klare Meldewege für verdächtige Gegenstände, Beobachtungen oder ungewöhnliche Vorfälle definieren.
Reduzieren Sie Abhängigkeiten von einzelnen Transportwegen oder Logistikpartnern und bereiten Sie alternative Liefer- und Versandmöglichkeiten für kurzfristige Störungen vor.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026