Apple hat den Messenger Telegram in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. August 2026, vorübergehend aus dem App Store für iPhones entfernt. Bereits installierte Anwendungen konnten weiterhin genutzt werden. Zeitweise waren jedoch keine Neuinstallationen oder Aktualisierungen über den App Store möglich.
Grund für die vorübergehende Entfernung waren nach Angaben von Apple Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs, die über den Dienst verbreitet worden waren. Telegram löschte die betreffenden Inhalte und schloss den dafür verantwortlichen Nutzer von der Plattform aus.
Anschließend ließ Apple Telegram wieder im App Store zu. Die Anwendung sollte danach schrittweise wieder für alle Nutzer auffindbar sein. Im Google Play Store für Android-Geräte und im App Store für Mac-Computer war Telegram währenddessen weiterhin verfügbar.
Telegram zählt weltweit zu den bekanntesten Messenger-Diensten. Die Plattform stand in den vergangenen Jahren mehrfach wegen ihres Umgangs mit kriminellen, extremistischen und anderen rechtswidrigen Inhalten in der öffentlichen Kritik.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die kurzzeitige Entfernung von Telegram betraf Neuinstallationen und Updates auf iPhones. Unternehmen, die den Messenger einsetzen, konnten bereits installierte Apps weiter nutzen, sollten bei ihrer Kundenkommunikation dennoch nicht ausschließlich von einem einzelnen Plattformanbieter abhängig sein.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie regelmäßig Ihre wichtigsten Kommunikationskanäle. Stellen Sie sicher, dass Kunden, Bewerber und Geschäftspartner Sie jederzeit auch über alternative Wege wie E-Mail, Telefon oder Ihre Website erreichen können.
Erstellen Sie einen Notfallplan für digitale Einschränkungen. Legen Sie fest, wie Ihr Unternehmen informiert und erreichbar bleibt, wenn eine Plattform vorübergehend keine Neuinstallationen, Aktualisierungen oder regulären Zugänge ermöglicht.
Sichern Sie wichtige Kontakte außerhalb einzelner Plattformen. Pflegen Sie zentrale Kontaktdaten in Ihrem eigenen Kunden- oder Verwaltungssystem, damit diese nicht ausschließlich in einem Messenger oder sozialen Netzwerk gespeichert sind.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026