Die Vereinigten Staaten wollen den wirtschaftlichen Druck auf Iran erheblich verschärfen. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte die Vorstellung neuer Iran-Sanktionen an, die nach seiner Darstellung härter als alle bisherigen Maßnahmen ausfallen sollen. Die amerikanische Regierung will damit Irans verbliebene wirtschaftliche Verbindungen zum Ausland weiter einschränken. Welche Personen, Unternehmen und Geschäfte konkret erfasst werden, war am Montagmorgen noch nicht bekannt.
Die iranische Führung wies die Ankündigung zurück. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf forderte Strategien zur Überwindung der bestehenden Sanktionen und sprach sich für engere Wirtschaftsbeziehungen mit dem Irak aus. Beide Länder sollten nach seiner Vorstellung im bilateralen Handel verstärkt ihre eigenen Währungen verwenden, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete den angekündigten wirtschaftlichen Druck als Teil einer langjährigen amerikanischen Vorgehensweise gegenüber Iran. Präsident Massud Peseschkian rief zu einer diplomatischen Lösung auf und räumte zugleich erhebliche Ungleichgewichte bei der Versorgung des Landes mit Wasser, Strom, Gas und Benzin ein.
Mohsen Resai, der Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, warnte die ölreichen Nachbarstaaten davor, sich an der amerikanischen Druckkampagne zu beteiligen. Staaten, die ein solches Vorgehen unterstützten, könnten nach seinen Angaben von Teheran als Gegner betrachtet werden. Iran verlangt derzeit von Schiffen in der Straße von Hormus, eine von den iranischen Behörden festgelegte Route entlang der Küste des Landes zu nutzen. Bei Verstößen drohen die zuständigen Behörden mit der Beschlagnahmung der Schiffe.
Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten internationalen Transportwegen für Öl, Flüssiggas und weitere Rohstoffe aus den Staaten am Persischen Golf. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist seit Beginn des Konflikts stark eingeschränkt. An den asiatischen Aktienmärkten verlief der Handel uneinheitlich. Die Ölpreise gaben im frühen Handel leicht nach.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Ob deutsche Unternehmen unmittelbar betroffen sind, lässt sich erst nach Veröffentlichung der neuen Iran-Sanktionen beurteilen. Relevanz entsteht insbesondere dann, wenn Geschäftspartner, Banken, Versicherer oder Zahlungswege von den Maßnahmen erfasst werden.
Handlungsempfehlungen
Überprüfen Sie Ihre laufenden Verträge auf Preisgleit-, Lieferverzögerungs- und Höhere-Gewalt-Klauseln, damit unerwartete Mehrkosten oder Ausfälle eindeutig geregelt sind.
Berechnen Sie für Ihre wichtigsten Produkte und Dienstleistungen ein Szenario mit höheren Energie-, Transport- und Einkaufskosten und legen Sie fest, ab welcher Belastung Sie Preise oder Budgets anpassen.
Sichern Sie Ihre Betriebsfähigkeit, indem Sie für unverzichtbare Lieferanten, Zahlungsdienstleister und digitale Systeme mindestens eine kurzfristig nutzbare Alternative festlegen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026