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Abschiebungen aus Deutschland gehen deutlich zurück

Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums zeigen einen Rückgang der Abschiebungen aus Deutschland im ersten Halbjahr 2026 und verstärken die politische Debatte über die deutsche Migrationspolitik.
31. Juli 2026 durch
Redaktion

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Zwischen Januar und Ende Juni wurden bundesweit 9.663 Menschen abgeschoben. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren es mehr als 11.800 Personen.

Damit ging die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland innerhalb eines Jahres um rund 18 Prozent zurück. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024, in dem knapp 9.500 Abschiebungen registriert wurden, liegt der aktuelle Wert dagegen leicht höher.

Neben den zwangsweisen Rückführungen wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 9.276 freiwillige Ausreisen durch ein Bund-Länder-Programm unterstützt. Diese Ausreisen werden statistisch getrennt von den Abschiebungen aus Deutschland erfasst.

Im gesamten Jahr 2025 wurden rund 22.800 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Im Jahr 2024 waren es mehr als 20.000, 2023 rund 16.400 und 2022 knapp 13.000 Personen. Der aktuelle Halbjahreswert liegt damit unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Aus den veröffentlichten Abschiebezahlen ergeben sich keine unmittelbaren Änderungen für Unternehmen. Arbeitgeber müssen jedoch weiterhin sicherstellen, dass erforderliche Aufenthalts- und Beschäftigungsdokumente ihrer Mitarbeitenden gültig sind.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie erforderliche Beschäftigungsnachweise regelmäßig: Kontrollieren Sie bei Beschäftigten mit befristeter Arbeitserlaubnis die Gültigkeit der Dokumente und erfassen Sie anstehende Verlängerungsfristen rechtzeitig.
  2. Erstellen Sie einen Vertretungsplan für Schlüsselpositionen: Sorgen Sie dafür, dass zentrale Aufgaben bei unerwarteten Personalausfällen von einer eingearbeiteten Vertretung übernommen werden können.
  3. Dokumentieren Sie relevante Nachweise zentral: Legen Sie Aufenthalts- und Beschäftigungsdokumente datenschutzkonform und strukturiert ab, damit zuständige Mitarbeitende Fristen zuverlässig überwachen können.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 31. Juli 2026
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