Die französische Nationalversammlung hat am 29.05.2026 einstimmig für die formelle Aufhebung des sogenannten Code Noir gestimmt. Das historische Gesetzeswerk stammt aus dem 17. Jahrhundert und regelte die Sklaverei in französischen Kolonialgebieten. Obwohl die Sklaverei in Frankreich bereits 1848 endgültig abgeschafft wurde, war der Gesetzestext bislang nie offiziell außer Kraft gesetzt worden.
Der Code Noir wurde unter König Ludwig XIV. eingeführt und legte zahlreiche Vorschriften für das Leben versklavter Menschen in den damaligen französischen Kolonien fest. Historiker betrachten das Regelwerk als einen zentralen Bestandteil der französischen Kolonialgeschichte. Mit der aktuellen Abstimmung soll die letzte formale rechtliche Grundlage dieses historischen Gesetzes beseitigt werden.
Der Beschluss der Nationalversammlung muss noch vom französischen Senat bestätigt werden. Präsident Emmanuel Macron hatte die Initiative zuvor unterstützt. Die Abstimmung wurde von mehreren politischen Lagern getragen und erfolgte ohne Gegenstimmen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der Fall Code Noir zeigt, dass gesellschaftliche Verantwortung und rechtliche Standards international stärker beachtet werden. Unternehmen sollten Menschenrechtsfragen in Kommunikation und Lieferketten ernst nehmen.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie, ob Ihre Unternehmenswerte und Verhaltensrichtlinien klar dokumentiert und für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner nachvollziehbar kommuniziert werden.
Sensibilisieren Sie Führungskräfte und Mitarbeiter regelmäßig für Themen wie Respekt, Vielfalt und verantwortungsvolles Handeln im Geschäftsalltag.
Nutzen Sie Ihre Unternehmenskommunikation, um gesellschaftliche Verantwortung sichtbar zu machen und Vertrauen bei Kunden sowie Bewerbern aufzubauen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026