Die Bundesregierung hat auf der Hamburg Sustainability Conference ihre Haltung zum Tiefseebergbau erneut bekräftigt. Bundesumweltminister Carsten Schneider sprach sich dafür aus, einen kommerziellen Abbau mineralischer Rohstoffe auf dem Meeresboden erst dann zuzulassen, wenn ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse sowie verlässliche internationale Umweltstandards vorliegen. Deutschland hält damit weiterhin am sogenannten Vorsorgeprinzip fest.
Diese Position wird inzwischen von zahlreichen Staaten unterstützt, die sich für einen besonders sorgfältigen Umgang mit den Rohstoffvorkommen in der Tiefsee einsetzen. Hintergrund sind internationale Beratungen über die zukünftige Nutzung von Bodenschätzen auf dem Meeresgrund. Dabei geht es unter anderem um Metalle, die in verschiedenen Industrie- und Technologiebereichen benötigt werden. Der Tiefseebergbau bleibt deshalb ein bedeutendes Thema der internationalen Umwelt- und Rohstoffpolitik.
Im Rahmen der Konferenz beraten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über nachhaltige Entwicklung, Ressourcenschutz und internationale Zusammenarbeit. Die Bundesregierung wirbt dabei für den Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass beim Tiefseebergbau weiterhin offene wissenschaftliche Fragen zu möglichen Auswirkungen auf die Ökosysteme der Meere bestehen.
Die Hamburg Sustainability Conference dient dem internationalen Austausch über nachhaltige Wirtschafts- und Umweltpolitik. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Klimaschutz, Ressourcenschonung und gemeinsame Strategien für eine nachhaltige Entwicklung.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der politische Kurs gegen einen vorschnellen Tiefseebergbau rückt Themen wie Ressourceneffizienz, transparente Lieferketten und nachhaltige Materialnutzung weiter in den Fokus. Unternehmen sollten entsprechende Entwicklungen bei ihren Beschaffungs- und Nachhaltigkeitsstrategien im Blick behalten.
Handlungsempfehlungen
Dokumentieren Sie die Herkunft wichtiger Materialien und Produkte, damit Sie gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und Behörden jederzeit transparent Auskunft geben können.
Prüfen Sie regelmäßig, wo sich in Ihrem Unternehmen Ressourcen einsparen oder Materialien wiederverwenden lassen. Bereits kleine Optimierungen können Kosten senken und Ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Beobachten Sie politische und gesetzliche Entwicklungen frühzeitig, um notwendige Anpassungen in Einkauf, Produktion oder Unternehmensprozessen rechtzeitig einzuplanen und Überraschungen zu vermeiden.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026