Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verlängert die bestehenden Grenzkontrollen an den deutschen Landgrenzen um weitere sechs Monate. Die Kontrollen bleiben damit über den 15. September 2026 hinaus bestehen. Deutschland kontrolliert derzeit an den Grenzen zu seinen neun Nachbarstaaten Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden.
Die Bundesregierung begründet die erneute Verlängerung mit der Migrationslage an den europäischen Außengrenzen. Mit den Grenzkontrollen sollen unerlaubte Einreisen begrenzt und Schleuserkriminalität bekämpft werden. Die Kontrollen an sämtlichen deutschen Landgrenzen waren im September 2024 unter der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser eingeführt und anschließend mehrfach verlängert worden.
Dobrindt hatte bereits zuvor angekündigt, an den Kontrollen über September hinaus festhalten zu wollen. Da Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums nur unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend zulässig sind, muss Deutschland deren Fortsetzung gegenüber der Europäischen Kommission begründen.
Die Grenzkontrollen sind Teil der verschärften Migrationspolitik der Bundesregierung. Neben den Kontrollen hatte Dobrindt nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 auch verstärkte Zurückweisungen an den deutschen Grenzen angeordnet. Zwischen dem 8. Mai 2025 und dem 19. April 2026 wurden nach Angaben der Bundesregierung 32.572 Menschen zurückgewiesen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die Grenzkontrollen bleiben für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Lieferungen und Beschäftigten relevant. Je nach Kontrollintensität können an einzelnen Grenzübergängen zusätzliche Wartezeiten entstehen.
Handlungsempfehlungen
Planen Sie bei wichtigen Terminen zusätzliche Zeit ein: Berücksichtigen Sie mögliche Verzögerungen bei grenzüberschreitenden Lieferungen, Geschäftsreisen oder Terminen mit Mitarbeitenden und Partnern aus dem Ausland.
Prüfen Sie Ihre zeitkritischen Abläufe: Identifizieren Sie Lieferungen, Termine und Prozesse, bei denen bereits kleinere Verzögerungen Auswirkungen auf Ihren Betriebsablauf haben, und schaffen Sie dort realistische Zeitpuffer.
Informieren Sie Kunden und Geschäftspartner frühzeitig: Kommunizieren Sie mögliche Verzögerungen transparent und stimmen Sie wichtige Fristen rechtzeitig ab, damit beide Seiten ihre Planung entsprechend anpassen können.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026