Der Bundestag berät am 9. Juli 2026 über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, der das Kindergeld ohne Antrag schrittweise ermöglichen soll. Ziel des Vorhabens ist es, den Bezug der Familienleistung künftig deutlich einfacher zu gestalten. Anstatt wie bisher einen gesonderten Antrag bei der Familienkasse stellen zu müssen, soll die Auszahlung künftig automatisch erfolgen, sobald alle erforderlichen Daten den zuständigen Behörden vorliegen.
Mit der Reform verfolgt die Bundesregierung das Ziel, bürokratische Abläufe zu vereinfachen und den Zugang zu staatlichen Leistungen zu erleichtern. Hierfür sollen bestehende Verwaltungsprozesse stärker digitalisiert und Informationen verschiedener Behörden effizienter zusammengeführt werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass anspruchsberechtigte Familien die Leistung künftig ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand erhalten können.
Bislang müssen Eltern das Kindergeld selbst beantragen und hierfür unter anderem die steuerliche Identifikationsnummer ihres Kindes angeben. Nach den Plänen der Bundesregierung soll dieser Schritt künftig entfallen, sofern alle notwendigen Informationen bereits digital vorliegen. Die automatische Auszahlung soll nach den derzeitigen Planungen schrittweise eingeführt werden. Vorgesehen ist zunächst eine Umsetzung für Familien ab dem zweiten Kind, bevor das Verfahren in einem weiteren Schritt auch auf das erste Kind ausgeweitet werden soll.
Mit der ersten Beratung im Bundestag ist das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Im weiteren parlamentarischen Verlauf werden sich die zuständigen Ausschüsse mit dem Entwurf befassen. Die geplante Reform ist Teil einer umfassenderen Strategie der Bundesregierung, Verwaltungsleistungen stärker zu digitalisieren und Bürgerinnen sowie Bürger künftig einfacher und schneller an staatliche Leistungen gelangen zu lassen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Das Kindergeld ohne Antrag kann Beschäftigte mit Kindern entlasten und zeigt, dass digitale Verwaltungsprozesse in Deutschland politisch weiter an Bedeutung gewinnen.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie regelmäßig, welche staatlichen Digitalisierungsmaßnahmen Ihre Verwaltungsprozesse vereinfachen können, und passen Sie interne Abläufe frühzeitig daran an.
Nutzen Sie jede Gelegenheit, bürokratische Prozesse im Unternehmen zu reduzieren – beispielsweise durch digitale Formulare, elektronische Freigaben oder automatisierte Dokumentenablagen.
Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv über gesetzliche Neuerungen, die ihren Arbeitsalltag oder ihre persönliche Situation erleichtern können. Das stärkt die Mitarbeiterbindung und schafft Vertrauen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026