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Lieferkettengesetz bleibt politische Baustelle

Die Bundesregierung ringt weiterhin um die Reform des Lieferkettengesetzes, während die bestehenden gesetzlichen Vorgaben unverändert gelten.
29. Juni 2026 durch
Redaktion

Das Lieferkettengesetz bleibt eines der zentralen wirtschaftspolitischen Themen innerhalb der Bundesregierung. Die Koalition hat angekündigt, das bestehende Lieferkettengesetz zu überarbeiten und Unternehmen künftig von bürokratischen Vorgaben zu entlasten. Eine endgültige politische Einigung steht jedoch weiterhin aus. Die Beratungen dauern an, sodass bislang keine Änderungen beschlossen wurden.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Frage, wie das nationale Lieferkettengesetz künftig ausgestaltet werden soll. Dabei müssen die geplanten Anpassungen mit den europäischen Vorgaben, insbesondere der EU-Lieferkettenrichtlinie, abgestimmt werden, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert. Über Umfang und konkrete Ausgestaltung einer möglichen Reform besteht innerhalb der Bundesregierung derzeit noch kein abschließender Konsens.

Das Lieferkettengesetz verpflichtet größere Unternehmen dazu, menschenrechtliche sowie bestimmte umweltbezogene Risiken innerhalb ihrer Lieferketten zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Verringerung zu ergreifen. Dazu gehören unter anderem Risikoanalysen, Präventionsmaßnahmen, Beschwerdeverfahren sowie Dokumentations- und Berichtspflichten. Bis zu einer gesetzlichen Neuregelung gelten die bestehenden Bestimmungen unverändert weiter.

Die Bundesregierung arbeitet nach eigenen Angaben weiter an einer Lösung, die sowohl den angekündigten Bürokratieabbau als auch die europäischen Vorgaben berücksichtigt. Wann ein konkreter Gesetzentwurf vorgelegt oder beschlossen wird, ist derzeit noch offen. Bis dahin bleibt das bestehende Lieferkettengesetz die maßgebliche Rechtsgrundlage für die betroffenen Unternehmen.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Das Lieferkettengesetz bleibt für viele Unternehmen ein Unsicherheitsfaktor. Besonders größere Firmen und deren Zulieferer müssen bestehende Prozesse weiterführen, obwohl politische Entlastung angekündigt wurde.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie regelmäßig Ihre internen Prozesse auf unnötige Bürokratie und dokumentieren Sie diese klar. So können Sie gesetzliche Änderungen später deutlich schneller umsetzen.
  2. Führen Sie mindestens einmal jährlich eine strukturierte Bewertung Ihrer wichtigsten Geschäftspartner durch. Transparente Geschäftsbeziehungen schaffen Vertrauen und erleichtern die Zusammenarbeit.
  3. Beobachten Sie politische und rechtliche Entwicklungen aktiv und benennen Sie im Unternehmen eine verantwortliche Person, die wichtige Gesetzesänderungen frühzeitig bewertet und an die Geschäftsleitung weitergibt.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 29. Juni 2026
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