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Merz und Erdoğan: Partnerschaft soll neu starten

Kanzler Merz setzt bei seinem Besuch in Ankara auf neue Verlässlichkeit – Migration, Sicherheit und Handel stehen im Mittelpunkt.
30. Oktober 2025 durch
Redaktion

Die Bundesregierung will das Verhältnis zur Türkei neu aufstellen. Beim Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Ankara betonte er die Bedeutung einer stabilen Partnerschaft mit der Türkei – trotz politischer Spannungen in den vergangenen Jahren. Ziel sei es, gemeinsame Interessen wieder stärker zu betonen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Im Zentrum der Gespräche standen Migrationsfragen, Rückführungsabkommen, Sicherheitskooperation und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Besonders wichtig: Die Bundesregierung strebt eine engere Abstimmung bei Rückführungen und der Bekämpfung irregulärer Migration an. Auch eine mögliche Modernisierung der Zollunion mit der EU kam zur Sprache – ein Punkt, der deutsche Exporteure und Logistikunternehmen direkt betrifft.

Für beide Seiten steht fest: Eine tragfähige Partnerschaft mit der Türkei ist nicht nur außenpolitisch, sondern auch wirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Deutschland ist für die Türkei einer der wichtigsten Handelspartner – insbesondere im Maschinenbau, der Automobilbranche und der Chemieindustrie. Eine bessere Zusammenarbeit könnte Handelswege sichern, Zollverfahren vereinfachen und Investitionen erleichtern.

Politisch bleibt der Dialog sensibel. Berlin will eine pragmatische Zusammenarbeit, ohne Menschenrechtsfragen auszublenden. Ankara wiederum erwartet Bewegung bei Visa-Erleichterungen und Unterstützung bei wirtschaftlichen Reformen.

Auch sicherheitspolitisch spielt die Türkei als NATO-Mitglied und Akteur in der Schwarzmeerregion eine Schlüsselrolle. Für deutsche Unternehmen bedeutet das: stabile Beziehungen zu einem Land, das als Brücke zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten fungiert.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen


Eine verbesserte Partnerschaft mit der Türkei kann Bürokratie abbauen, Zollverfahren vereinfachen und Investitionssicherheit erhöhen. Das stärkt Export, Logistik und den Mittelstand mit Handelsbeziehungen in die Region.

Handlungsempfehlungen


  1. Geschäftsbeziehungen regelmäßig prüfen: Unternehmen sollten Partnerschaften, Lieferanten und Kundenbeziehungen einmal jährlich strategisch überprüfen – besonders bei internationalen Märkten mit politischer Dynamik.
  2. Netzwerke aktiv pflegen: Politische Veränderungen können neue Chancen eröffnen. Wer frühzeitig Dialoge mit Handelskammern, Verbänden oder regionalen Initiativen führt, erfährt früher von Förderungen oder Vereinfachungen.
  3. Interkulturelle Kompetenz stärken: Schulungen zu Kommunikation und Verhandlung in internationalen Kontexten verbessern Geschäftsbeziehungen – auch innerdeutsch, z. B. bei internationalen Teams oder Kundengruppen.

Bildquelle¹: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)

Bildquelle¹


Redaktion 30. Oktober 2025
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