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Trump verhängt neue Zölle gegen 60 Handelspartner

Die USA führen für bestimmte Importe aus der Europäischen Union und zahlreichen weiteren Handelspartnern zusätzliche Zölle von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent ein.
24. Juli 2026 durch
Redaktion

US-Präsident Donald Trump hat neue US-Zölle gegen rund 60 Handelspartner angekündigt. Die zusätzlichen Einfuhrabgaben sollen am 24. Juli 2026 um 6.01 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Kraft treten. Betroffen sind unter anderem bestimmte Importe aus der Europäischen Union sowie zahlreiche weitere Staaten und Wirtschaftsregionen.

Die US-Regierung begründet die neuen US-Zölle damit, dass die betroffenen Handelspartner nach ihrer Auffassung keine ausreichenden Maßnahmen gegen den Handel mit Waren ergriffen haben, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Je nach Einstufung sollen zusätzliche Zölle von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent erhoben werden. Zu den betroffenen Handelspartnern gehören neben der Europäischen Union unter anderem China, Indien, Japan, Großbritannien, die Schweiz, Norwegen und Australien.

Von den neuen Regelungen ausgenommen sind bestimmte Waren, die bereits vor dem Inkrafttreten auf den Transportweg gebracht wurden, sich auf dem letzten Transportabschnitt befinden und vor dem 28. Juli 2026 in den Vereinigten Staaten abgefertigt werden. Die rechtliche Grundlage der neuen US-Zölle bildet Paragraf 301 des amerikanischen Handelsgesetzes von 1974. Zuvor hatte die US-Regierung zeitlich befristete Zölle auf Basis einer anderen gesetzlichen Regelung erhoben.

Noch offen ist, wie die neuen Zölle im Einzelnen mit dem seit 2025 bestehenden Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten zusammenwirken. Nach aktuellem Stand liegen noch keine vollständigen Angaben dazu vor, welche Warengruppen im Detail betroffen sind und wie die neuen Abgaben auf bestehende Zollregelungen angerechnet werden.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA können zusätzliche Zollkosten entstehen. Welche Auswirkungen sich im Einzelfall ergeben, hängt von den betroffenen Produkten sowie den endgültigen Zollregelungen ab.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie bestehende Verträge frühzeitig: Kontrollieren Sie regelmäßig, ob internationale Entwicklungen Auswirkungen auf Preise, Lieferbedingungen oder Vertragsklauseln haben, damit Sie rechtzeitig reagieren können.

  2. Reduzieren Sie Abhängigkeiten: Analysieren Sie, von welchen einzelnen Märkten, Lieferanten oder Kunden Ihr Unternehmen besonders abhängig ist, und bauen Sie Schritt für Schritt alternative Bezugs- oder Absatzmöglichkeiten auf.

  3. Informieren Sie Ihre Kunden proaktiv: Kommunizieren Sie mögliche Veränderungen bei Lieferzeiten, Preisen oder Projekten frühzeitig und transparent. Offene Kommunikation schafft Vertrauen und stärkt langfristige Geschäftsbeziehungen.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 24. Juli 2026
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