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EU plant 22. Russland-Sanktionspaket – Energieimporte bleiben hoch

Die EU bereitet weitere Russland-Sanktionen vor, während russisches Flüssigerdgas weiterhin in Milliardenhöhe nach Europa geliefert wird.
19. August 2026 durch
Redaktion

Die Europäische Union bereitet weitere Sanktionen gegen Russland vor. Nach bislang 21 Maßnahmenpaketen hat EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas eine weitere Verschärfung der Russland-Sanktionen angekündigt. Welche konkreten Maßnahmen Bestandteil eines nächsten Sanktionspakets werden, ist bislang noch nicht abschließend festgelegt.

Im Mittelpunkt der europäischen Sanktionspolitik stehen weiterhin Russlands Einnahmen aus Energieexporten sowie Beschränkungen im Finanz- und Technologiesektor. Trotz der bisherigen Russland-Sanktionen bestehen jedoch weiterhin umfangreiche Energiegeschäfte zwischen Russland und der Europäischen Union. Besonders beim Flüssigerdgas LNG gehört Russland weiterhin zu den bedeutenden Lieferanten der EU.

Nach aktuellen Daten erreichten die europäischen Importe von russischem LNG im ersten Quartal 2026 einen neuen Höchststand. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum stiegen die Einfuhren um 16 Prozent. Russland war damit nach den USA weiterhin der zweitgrößte LNG-Lieferant der Europäischen Union. Im Jahr 2025 entfielen rund 14 Prozent der gesamten LNG-Importe der EU auf Russland.

Für russisches LNG zahlten europäische Abnehmer 2025 rund 6,7 Milliarden Euro. Weitere rund 5,9 Milliarden Euro entfielen auf verbliebene russische Pipeline-Gaslieferungen. Damit bestehen auch nach mehreren Jahren umfangreicher Russland-Sanktionen weiterhin Energiegeschäfte zwischen der EU und Russland. Mit weiteren Sanktionen will die Europäische Union ihren bisherigen Kurs gegenüber Moskau fortsetzen.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Weitere Russland-Sanktionen können die rechtlichen Rahmenbedingungen im Außenhandel verändern. Deutsche Unternehmen sollten deshalb neue Handelsbeschränkungen und Änderungen der Sanktionslisten aufmerksam verfolgen.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie regelmäßig Ihre wichtigsten Geschäftspartner: Kontrollieren Sie bei Lieferanten, Dienstleistern und Zahlungsdienstleistern, ob neue Sanktionen oder Einschränkungen die Zusammenarbeit betreffen könnten.

  2. Schaffen Sie Alternativen für wichtige Geschäftsprozesse: Halten Sie für zentrale Lieferanten, Bezugsquellen und Dienstleister mindestens eine Alternative bereit, damit Sie bei kurzfristigen Änderungen schneller reagieren können.

  3. Legen Sie Verantwortlichkeiten für politische Änderungen fest: Bestimmen Sie intern eine Person, die relevante regulatorische Neuerungen beobachtet, bewertet und notwendige Anpassungen frühzeitig an die zuständigen Bereiche weitergibt.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 19. August 2026
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