Taiwan hat seine diesjährige Taiwan Militärübung begonnen und erweitert das Übungsprogramm um neue Elemente zur Stärkung der nationalen Krisenvorsorge. Neben militärischen Szenarien werden auch zivile Maßnahmen getestet, die im Fall einer schweren Sicherheitslage die Funktionsfähigkeit staatlicher Einrichtungen und wichtiger Infrastrukturen sicherstellen sollen. Erstmals sind dabei auch zeitlich begrenzte Tests zur Reduzierung mobiler Datenverbindungen vorgesehen.
Mit der Militärübung Taiwans bereitet sich die Regierung auf unterschiedliche Krisenszenarien vor. Geübt werden unter anderem der Umgang mit möglichen Störungen der Kommunikationsnetze, Cyberangriffen sowie einer Blockade wichtiger Verkehrs- und Versorgungswege. Während der angekündigten Tests sollen mobile Datenverbindungen in ausgewählten Regionen zeitweise verlangsamt werden. Telefonate, SMS, Notrufe und behördliche Warnmeldungen sollen dagegen weiterhin uneingeschränkt verfügbar bleiben.
Hintergrund der Übungen sind die anhaltenden Spannungen zwischen Taiwan und der Volksrepublik China. Peking betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und erhöht seit Jahren den militärischen Druck auf die demokratisch regierte Insel durch regelmäßige Einsätze von Flugzeugen und Kriegsschiffen in der Nähe der Taiwanstraße. Vor diesem Hintergrund baut Taiwan seine Verteidigungs- und Vorsorgemaßnahmen kontinuierlich aus und entwickelt bestehende Übungskonzepte weiter.
Parallel zum Militärmanöver werden auch Übungen zur Widerstandsfähigkeit staatlicher und ziviler Strukturen durchgeführt. Behörden, Kommunen sowie Betreiber kritischer Infrastruktur überprüfen dabei, wie Kommunikationswege und organisatorische Abläufe unter außergewöhnlichen Bedingungen aufrechterhalten werden können. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen für mögliche Krisensituationen weiter zu verbessern.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die Taiwan Militärübung macht auf mögliche Risiken für internationale Kommunikations- und Lieferketten aufmerksam. Konkrete Auswirkungen auf deutsche Unternehmen durch die laufenden Übungen sind derzeit jedoch nicht bekannt.
Handlungsempfehlungen
Analysieren Sie regelmäßig Ihre Lieferketten. Prüfen Sie, aus welchen Ländern wichtige Waren, Bauteile oder Dienstleistungen bezogen werden, und entwickeln Sie für kritische Bereiche alternative Beschaffungsmöglichkeiten.
Erstellen und testen Sie einen Notfallplan für Ihr Unternehmen. Legen Sie fest, wie Ihr Betrieb bei IT-Ausfällen, Lieferverzögerungen oder Störungen wichtiger Kommunikationswege handlungsfähig bleibt und überprüfen Sie diese Abläufe regelmäßig.
Beziehen Sie geopolitische Entwicklungen in Ihre Unternehmensplanung ein. Bewerten Sie internationale Ereignisse regelmäßig hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Einkauf, Produktion, Logistik und Investitionen, um frühzeitig reagieren zu können.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026