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Ukraine-Wahlen im Krieg: Fedorow fordert Abstimmung

Der frühere Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert Ukraine-Wahlen noch während des Krieges und stößt damit eine neue politische Debatte an.
20. August 2026 durch
Redaktion

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat sich öffentlich für Ukraine-Wahlen während des laufenden Krieges ausgesprochen. In einer Videobotschaft sprach sich der langjährige Weggefährte von Präsident Wolodymyr Selenskyj dafür aus, auch während des Krieges einen Weg für Wahlen zu finden. Die politische Führung müsse sich seiner Ansicht nach erneut dem Vertrauen der Bevölkerung stellen.

Fedorow gehörte rund sieben Jahre der ukrainischen Regierung an und zählte lange zum politischen Umfeld Selenskyjs. Im Juli wurde er nach etwa einem halben Jahr als Verteidigungsminister abgelöst. Mit seiner Forderung nach Ukraine-Wahlen stellt er nun die bisherige Praxis infrage, während des Kriegszustands auf landesweite Abstimmungen zu verzichten. Zugleich kritisierte Fedorow Korruptionsprobleme und stellte die Vertrauensfrage gegenüber der politischen Führung, ohne konkrete Personen mit entsprechenden Vorwürfen zu benennen.

Nach geltendem ukrainischem Recht sind Wahlen während des Kriegszustands nicht möglich. Seit Beginn der russischen Invasion fanden deshalb keine landesweiten Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen statt. Hinzu kommen erhebliche organisatorische und sicherheitsbezogene Schwierigkeiten: Die anhaltenden russischen Raketen- und Drohnenangriffe erschweren sowohl einen regulären Wahlkampf als auch eine landesweite Stimmabgabe unter sicheren Bedingungen.

Die Forderung nach Ukraine-Wahlen ist daher auch innerhalb des Landes umstritten. Fedorow selbst verfügt zugleich über hohe Vertrauenswerte: Aktuellen Umfragen zufolge vertraut ihm mehr als die Hälfte der Bevölkerung und damit ein größerer Anteil als Selenskyj. Kritiker Fedorows sehen darin ein mögliches politisches Motiv für seinen Vorstoß. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen mit Aktivitäten in der Ukraine ändert die aktuelle Wahldebatte zunächst keine bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Unternehmen mit Projekten, Investitionen oder Geschäftsbeziehungen sollten die innenpolitische Entwicklung dennoch beobachten.

Handlungsempfehlungen

  1. Aktualisieren Sie Ihre Notfallplanung: Legen Sie fest, wer bei kurzfristigen politischen oder wirtschaftlichen Veränderungen Entscheidungen treffen darf und welche Abläufe zuerst geprüft werden müssen.

  2. Prüfen Sie kritische Abhängigkeiten: Verschaffen Sie sich regelmäßig einen Überblick darüber, bei welchen Lieferanten, Kunden, Dienstleistern oder digitalen Systemen Ihr Unternehmen besonders stark von einzelnen Partnern abhängig ist.

  3. Schaffen Sie finanzielle Flexibilität: Überprüfen Sie laufende Kosten, Zahlungsziele und verfügbare Liquiditätsreserven, damit Ihr Unternehmen bei unerwarteten Marktveränderungen handlungsfähig bleibt.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 20. August 2026
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