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BASF treibt Milliarden-Sparte Richtung Börse

Der Chemiekonzern treibt die Verselbstständigung seines Agrargeschäfts voran und will Agricultural Solutions bis Mitte 2027 börsenreif machen.
18. August 2026 durch
Redaktion

Solutions weiter voran. Die BASF Agrarsparte wird schrittweise organisatorisch aus dem Konzernverbund herausgelöst und auf eine größere Eigenständigkeit vorbereitet. In Nord- und Südamerika sowie in Europa ist dieser Prozess bereits weit fortgeschritten. Bis Ende 2026 soll die organisatorische Neuordnung auch in Asien abgeschlossen werden.

Parallel dazu erhält Agricultural Solutions eigene Unternehmensstrukturen. Bis Mitte 2027 sollen die Voraussetzungen geschaffen sein, um die BASF Agrarsparte grundsätzlich an die Börse bringen zu können. BASF beabsichtigt, zunächst Mehrheitsaktionär zu bleiben. Welcher Anteil des Agrargeschäfts letztlich an der Börse platziert wird, steht derzeit noch nicht fest. Über den genauen Zeitpunkt und Umfang des Börsengangs soll abhängig von den Bedingungen an den Kapitalmärkten entschieden werden.

Agricultural Solutions gehört zu den großen Geschäftsbereichen des Ludwigshafener Chemiekonzerns und umfasst unter anderem Pflanzenschutzmittel, Saatgut und weitere Lösungen für die Landwirtschaft. Im Jahr 2025 erwirtschaftete der Bereich einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit mehr als 14.000 Menschen. Rund eine Milliarde Euro flossen im selben Jahr in Forschung und Entwicklung. Damit zählt das Agrargeschäft auch bei den Forschungsinvestitionen zu den bedeutenden Bereichen innerhalb des BASF-Konzerns.

Für die geplante Notierung der BASF Agrarsparte ist die Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen. Bis zur angestrebten Börsenreife Mitte 2027 sollen die erforderlichen rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen und die weltweite Verselbstständigung weiter vorangetrieben werden. Die Vorbereitungen auf eine mögliche Börsennotierung laufen damit parallel zur umfassenden Neuordnung des Agrargeschäfts. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Die Neuordnung schafft einen eigenständigeren Akteur im Agrargeschäft. Für deutsche Zulieferer, Technologieanbieter und Dienstleister können dadurch neue Ansprechpartner und Geschäftsmöglichkeiten entstehen.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie regelmäßig die Rentabilität Ihrer einzelnen Geschäftsbereiche. Stellen Sie mindestens quartalsweise Umsatz, Kosten und Wachstum gegenüber, um profitable Bereiche gezielt zu stärken.

  2. Geben Sie wichtigen Projekten klare Verantwortlichkeiten. Bestimmen Sie für jedes zentrale Vorhaben eine verantwortliche Person, ein festes Budget und messbare Ziele, damit Entscheidungen schneller getroffen werden können.

  3. Überprüfen Sie Ihre Finanzierungsstruktur einmal jährlich. Vergleichen Sie Bankfinanzierungen, Förderprogramme und alternative Finanzierungsformen, damit geplante Investitionen nicht ausschließlich von einer Kapitalquelle abhängen.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 18. August 2026
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