Intelligente Brillen werden seit Jahren als mögliche Ergänzung oder langfristige Alternative zum Smartphone entwickelt. Ausgestattet mit Kameras, Mikrofonen, Lautsprechern und teilweise integrierten Displays können sie digitale Funktionen unmittelbar über eine Brille zugänglich machen. Fielmann-Chef Marc Fielmann erwartet jedoch nicht, dass Smartglasses Smartphones bereits innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre ersetzen werden.
Internationale Technologiekonzerne investieren weiterhin hohe Summen in die Entwicklung intelligenter Brillen. Nach Einschätzung von Marc Fielmann bleibt ihre Verbreitung bislang jedoch deutlich hinter etablierten Geräten wie Smartwatches oder kabellosen Kopfhörern zurück. Fielmann bietet Smartglasses derzeit in rund 200 seiner weltweit etwa 1.300 Filialen an.
Eine höhere Nachfrage verzeichnet das Unternehmen nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden vor allem in Großstädten sowie in internationalen Märkten wie Spanien und den USA. Zu den bedeutenden Akteuren im Smartglasses-Markt zählt Meta. Marc Fielmann erklärte, der Facebook-Mutterkonzern setze mit seinen hohen Investitionen darauf, zumindest Teile der heutigen Smartphone-Nutzung auf intelligente Brillen zu verlagern.
Je nach Modell verfügen moderne Smartglasses über Kameras, Mikrofone, Lautsprecher oder Displays. Damit können Nutzer unter anderem Fotos und Videos aufnehmen, telefonieren oder Gespräche übersetzen lassen. Gemessen an ihrer derzeitigen Verbreitung bleiben Smartglasses nach Einschätzung von Marc Fielmann jedoch vorerst eine Spezialkategorie innerhalb des Wearable-Markts.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Smartglasses werden das Smartphone nach aktueller Einschätzung kurzfristig nicht ersetzen. Unternehmen können die weitere Marktentwicklung beobachten und mögliche Anwendungen ohne unmittelbaren Investitionsdruck prüfen.
Handlungsempfehlungen
- Beobachten Sie neue Technologien mit einem klaren Ziel. Prüfen Sie regelmäßig, welche digitalen Entwicklungen Ihrem Unternehmen tatsächlich einen Mehrwert bieten, und investieren Sie erst, wenn ein konkreter Nutzen für Ihre Prozesse oder Kunden erkennbar ist.
- Führen Sie Innovationen zunächst im kleinen Rahmen ein. Testen Sie neue Technologien in einem Pilotprojekt mit wenigen Mitarbeitenden oder einem einzelnen Unternehmensbereich, bevor Sie größere Investitionen tätigen.
- Stärken Sie die digitale Kompetenz Ihres Teams. Schaffen Sie Zeit für Weiterbildungen und den Austausch über neue Technologien, damit Ihr Unternehmen künftige Entwicklungen schneller bewerten und sinnvoll einsetzen kann.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026