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Frührente der Babyboomer steigt auf 1,1 Millionen

Eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass bereits rund sechs Millionen Babyboomer eine Altersrente beziehen und rund 1,1 Millionen davon diese vor Erreichen ihrer Regelaltersgrenze erhalten.
16. Juli 2026 durch
Redaktion

Im Jahr 2024 bezogen rund sechs Millionen Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen bereits eine Altersrente. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach erhielten rund 1,1 Millionen Babyboomer ihre Altersrente bereits vor Erreichen ihrer persönlichen Regelaltersgrenze. Im Jahr 2023 bezogen rund 4,5 Millionen Babyboomer eine Altersrente, darunter etwa 900.000 vor Erreichen der Regelaltersgrenze.

Nach der Abgrenzung des Instituts der deutschen Wirtschaft umfasste die Babyboomer-Generation im Jahr 2024 rund 19,3 Millionen Menschen. Der Anstieg der Rentenbezieher ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Angehörige dieser geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen. Für Versicherte des Geburtsjahrgangs 1958 liegt die gesetzliche Regelaltersgrenze bei 66 Jahren. Seit 2012 wird die Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Die Auswertung zeigt außerdem, dass die gesetzliche Regelaltersgrenze seit Beginn dieser Anpassung um insgesamt zwölf Monate gestiegen ist. Das durchschnittliche tatsächliche Zugangsalter in die Altersrente erhöhte sich im gleichen Zeitraum jedoch lediglich um acht Monate. Damit beziehen weiterhin zahlreiche Versicherte bereits vor ihrer individuellen Regelaltersgrenze eine Altersrente.

Ein Bezug der Altersrente vor der Regelaltersgrenze ist unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen möglich. Je nach Rentenart und Versicherungsverlauf kann dieser mit dauerhaften Rentenabschlägen verbunden sein oder bei besonders langjährig Versicherten auch abschlagsfrei erfolgen. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Der Renteneintritt großer Beschäftigtengruppen kann die Personal- und Nachfolgeplanung deutscher Unternehmen erschweren. Besonders relevant ist die Entwicklung für Betriebe, deren Abläufe und Kundenbeziehungen stark von erfahrenen Fachkräften abhängen.

Handlungsempfehlungen

  1. Analysieren Sie Ihre Altersstruktur: Prüfen Sie, welche Mitarbeitenden in den nächsten drei bis fünf Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen, und planen Sie frühzeitig deren Nachfolge.

  2. Machen Sie Wissen im Unternehmen verfügbar: Dokumentieren Sie wichtige Prozesse, Kundeninformationen und Fachwissen systematisch, damit dieses unabhängig von einzelnen Personen erhalten bleibt.

  3. Investieren Sie kontinuierlich in Ihre Mitarbeitenden: Fördern Sie Weiterbildung, bereiten Sie Nachwuchskräfte gezielt auf verantwortungsvollere Aufgaben vor und schaffen Sie klare Vertretungsregelungen für Schlüsselpositionen.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 16. Juli 2026
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