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Google ersteigert Millionen Firmen-Chats und E-Mails für KI-Training

Für das Google KI-Training bietet der Tech-Konzern zehn Millionen Dollar für rund 100 Millionen E-Mails und 500 Millionen Teams-Unterhaltungen von Spirit Airlines.
18. August 2026 durch
Redaktion

Google hat bei der Insolvenzauktion der US-Fluggesellschaft Spirit Airlines mit einem Gebot von zehn Millionen US-Dollar den Zuschlag für einen umfangreichen Bestand an Unternehmensdaten erhalten. Zum Paket gehören rund 100 Millionen E-Mails, etwa 500 Millionen Unterhaltungen aus Microsoft Teams sowie weitere betriebliche Informationen und Software. Bei der Auktion setzte sich Google gegen das KI-Unternehmen Mercor durch, das 7,5 Millionen Dollar geboten hatte. Der endgültige Abschluss des Geschäfts steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung eines US-Bundesrichters.

Google will die Daten nach eigenen Angaben zur Weiterentwicklung seiner Produkte und KI-Modelle einsetzen. Damit können die Informationen auch dem Google KI-Training dienen. Vor einer Übergabe sollen personenbezogene Informationen durch einen externen Dienstleister entfernt werden. Kundendaten und Kreditkarteninformationen sind nach Angaben von Google nicht Bestandteil des erworbenen Pakets.

Die Versteigerung erfolgt im Rahmen des Insolvenzverfahrens von Spirit Airlines. Die US-Billigfluggesellschaft stellte Anfang Mai 2026 ihren Flugbetrieb ein, nachdem sie sich seit August 2025 zum zweiten Mal innerhalb von weniger als zwölf Monaten in einem Insolvenzverfahren befunden hatte. Zuvor hatte Spirit versucht, seine Schulden zu reduzieren und das Unternehmen finanziell zu stabilisieren.

Mit dem erfolgreichen Gebot sichert sich Google vorbehaltlich der noch erforderlichen richterlichen Genehmigung einen außergewöhnlich umfangreichen Bestand an Daten aus realen Geschäftsabläufen. Neben E-Mails und internen Chats gehören auch weitere Unternehmensinformationen und speziell entwickelte Software zum Paket. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Der Verkauf zeigt den wachsenden wirtschaftlichen Wert interner Unternehmensdaten. Deutsche Betriebe sollten ihre Datenbestände deshalb konsequent schützen und zugleich prüfen, wie eigenes Wissen sicher für KI-Anwendungen genutzt werden kann.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie, welche sensiblen Informationen Ihr Unternehmen täglich erzeugt: Erfassen Sie, wo Kundendaten, interne Kalkulationen, Verträge, Strategien oder vertrauliche Kommunikation gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann.

  2. Legen Sie verbindliche Regeln für den Einsatz von KI fest: Bestimmen Sie konkret, welche Informationen Mitarbeitende in externe KI-Tools eingeben dürfen und welche Unternehmensdaten grundsätzlich intern bleiben müssen.

  3. Machen Sie vorhandenes Wissen besser nutzbar: Strukturieren Sie wichtige Vorlagen, Prozessbeschreibungen und interne Dokumentationen zentral, damit Wissen nicht nur in einzelnen E-Mails, Chats oder bei einzelnen Mitarbeitenden verbleibt.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 18. August 2026
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