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Infineon erhöht Preise – neue Chipengpässe möglich

Der deutsche Halbleiterhersteller erhöht in Teilbereichen die Preise und hält eine erneute Zuteilung knapper Bauteile für möglich.
10. Juli 2026 durch
Redaktion

Der Halbleiterhersteller Infineon erhöht in ausgewählten Bereichen seine Preise. Finanzvorstand Sven Schneider erklärte, dass der Konzern seine Kunden bei bestimmten Produkten stärker zur Kasse bitten werde. Zugleich könne es nach seinen Angaben in einzelnen Bereichen schnell wieder zu einer sogenannten Allokation kommen. Dabei werden verfügbare Bauteile zugeteilt, wenn die vorhandenen Mengen nicht ausreichen, um alle Bestellungen vollständig zu bedienen.

Die Marktlage hat sich für Infineon zuletzt verändert. Nachdem die Produktionsanlagen des Konzerns über längere Zeit nicht vollständig ausgelastet waren, rechnet das Unternehmen nun mit deutlich sinkenden Kosten infolge ungenutzter Kapazitäten. Eine allgemeine Preiserhöhung für das vollständige Produktportfolio kündigte Infineon nicht an. Welche Produktgruppen betroffen sind und in welchem Umfang die Preise angepasst werden, wurde zunächst nicht näher beziffert.

Infineon gehört zu den größten Halbleiterherstellern Europas. Die Produkte des Unternehmens kommen unter anderem in Fahrzeugen, Industrieanlagen, Rechenzentren, Energieversorgungssystemen und zahlreichen elektronischen Anwendungen zum Einsatz. Leistungshalbleiter übernehmen dabei wichtige Aufgaben bei der Steuerung und Umwandlung elektrischer Energie.

Ob es tatsächlich zu einer erneuten Allokation kommt, steht bislang nicht fest. Die Äußerungen des Finanzvorstands beziehen sich ausdrücklich auf bestimmte Bereiche und nicht auf den gesamten Halbleitermarkt. Ein allgemeiner neuer Chipengpass wurde von Infineon nicht angekündigt.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Steigende Halbleiterpreise können die Beschaffungskosten erhöhen. Kommt es zu einer Allokation, könnten einzelne Unternehmen zudem mit längeren Lieferzeiten und anspruchsvollerer Produktionsplanung rechnen.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie regelmäßig Ihre wichtigsten Lieferanten: Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, bei welchen Produkten oder Dienstleistungen Ihr Unternehmen von einzelnen Zulieferern abhängig ist, und entwickeln Sie frühzeitig Alternativen.

  2. Überprüfen Sie Ihre Einkaufs- und Preisstrategie: Kalkulieren Sie Angebote regelmäßig neu und berücksichtigen Sie mögliche Preisänderungen bei Materialien, Komponenten oder Dienstleistungen, um Ihre Marge langfristig zu sichern.

  3. Stärken Sie den Austausch mit Ihren Geschäftspartnern: Ein enger Kontakt zu Lieferanten und Kunden hilft Ihnen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig auf mögliche Marktbewegungen zu reagieren.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 10. Juli 2026
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