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Herrenknecht warnt vor Deutschlands Infrastrukturstau

Martin Herrenknecht kritisiert langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren und fordert deutlich mehr Tempo bei Deutschlands großen Infrastrukturprojekten.
10. August 2026 durch
Redaktion

Tunnelbau-Unternehmer Martin Herrenknecht hat die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren bei großen deutschen Infrastrukturprojekten kritisiert. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Tunnelbohrmaschinen-Herstellers Herrenknecht AG fordert eine deutlich schnellere Umsetzung wichtiger Verkehrsprojekte. Aus seiner Sicht trägt der Infrastrukturstau Deutschlands dazu bei, dass dringend benötigte Vorhaben zu langsam realisiert werden.

Als Beispiel nennt Herrenknecht den deutschen Bahnanschluss an den Brennerbasistunnel. Der Eisenbahntunnel zwischen Österreich und Italien ist Teil einer wichtigen europäischen Verkehrsverbindung über die Alpen. Damit die neue Strecke ihre vorgesehene Kapazität entfalten kann, sind entsprechende Zulaufstrecken erforderlich. Herrenknecht kritisiert insbesondere die langen Zeiträume zwischen Planung, Genehmigung und tatsächlicher Umsetzung solcher Großprojekte und sieht darin ein Beispiel für den Infrastrukturstau in Deutschland.

Seine Kritik richtet sich dabei nicht allein auf die Höhe der verfügbaren Investitionsmittel. Herrenknecht argumentiert, dass zusätzliche Finanzmittel ihre Wirkung nur dann vollständig entfalten könnten, wenn Infrastrukturprojekte anschließend auch zügig umgesetzt werden. Er fordert deshalb vereinfachte Verfahren und schnellere Entscheidungen. Zudem spricht sich der Unternehmer dafür aus, privat finanzierte Infrastrukturvorhaben stärker einzubeziehen, um Projekte schneller realisieren zu können.

Die Aussagen fallen in eine Phase umfangreicher Diskussionen über die Modernisierung von Straßen, Schienen und weiteren zentralen Infrastrukturen. Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten und insbesondere die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren gehören seit Jahren zu den zentralen Themen der deutschen Standortdebatte. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Schnellere Infrastrukturprojekte können Standortbedingungen und betriebliche Abläufe verbessern. Verzögerungen bleiben dagegen insbesondere bei Transport, Erreichbarkeit und Investitionsplanungen relevant.

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie die Infrastruktur an Ihrem Standort: Bewerten Sie regelmäßig Verkehrsanbindung, Internetverbindung und Energieversorgung und berücksichtigen Sie erkennbare Engpässe frühzeitig in Ihrer betrieblichen Planung.

  2. Planen Sie wichtige Termine mit Zeitpuffern: Kalkulieren Sie bei Lieferungen, Kundenterminen, Geschäftsreisen und anderen zeitkritischen Abläufen mögliche Verkehrs- oder Infrastruktureinschränkungen ein und definieren Sie vorab geeignete Alternativen.

  3. Sichern Sie kritische Betriebsabläufe ab: Legen Sie konkrete Ausweichlösungen für Störungen bei Internet, Strom, Transport oder Kommunikation fest, damit zentrale Geschäftsprozesse möglichst ohne längere Unterbrechungen fortgeführt werden können.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 10. August 2026
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