Der Düsseldorfer Lebensmittelhersteller Intersnack hat eine Vereinbarung über den Einstieg beim US-amerikanischen Snackunternehmen Utz Brands geschlossen. Nach Abschluss der Transaktion sollen Intersnack sowie die Gründerfamilien des Unternehmens jeweils die Hälfte der Anteile halten. Der Unternehmenswert einschließlich bestehender Verbindlichkeiten liegt bei rund 2,9 Milliarden US-Dollar. Die Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre und wird derzeit für das vierte Quartal 2026 erwartet.
Im Rahmen der Vereinbarung bietet Intersnack den Aktionären von Utz Brands 14,25 US-Dollar je Aktie in bar. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Börsennotierung des Unternehmens zu beenden. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kombination aus Eigenkapital, langfristigen Darlehen sowie der fortbestehenden Beteiligung der Rice- und Lissette-Familien, deren Wurzeln auf die Gründer von Utz Brands zurückgehen. Nach Abschluss der Transaktion sollen beide Seiten jeweils 50 Prozent der Anteile halten.
Mit der Beteiligung erweitert Intersnack seine internationale Präsenz um eine bedeutende Position auf dem nordamerikanischen Snackmarkt. Das deutsche Unternehmen ist unter anderem für Marken wie funny-frisch, Chio, Pom-Bär, Ültje und Tyrrells bekannt. Utz Brands wurde 1921 gegründet und vertreibt in den Vereinigten Staaten unter anderem die Marken Utz, Zapp’s, Boulder Canyon und Golden Flake. Nach Abschluss der Transaktion soll Dylan Lissette den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen.
Utz Brands soll nach Abschluss der Transaktion als nicht börsennotiertes Unternehmen weitergeführt werden. Angaben zu möglichen Veränderungen bei Produktionsstandorten, Marken oder Beschäftigten wurden bislang nicht veröffentlicht. Weitere Einzelheiten zur künftigen Unternehmensstruktur sollen im Zuge des Abschlusses der Transaktion bekannt werden.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die Beteiligung zeigt, dass deutsche Unternehmen ihren Markteintritt in den USA auch über strategische Partnerschaften und Beteiligungen vorantreiben. Konkrete Auswirkungen auf deutsche Zulieferer oder Geschäftspartner wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie regelmäßig neue Auslandsmärkte, um zusätzliche Wachstumschancen zu identifizieren und Ihr Unternehmen breiter aufzustellen.
Bewerten Sie mögliche Kooperationen oder Unternehmensbeteiligungen, wenn diese einen schnelleren Marktzugang ermöglichen als ein vollständiger Eigenaufbau.
Analysieren Sie Ihre Lieferketten und Geschäftspartner, um frühzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten bei internationalen Unternehmenszusammenschlüssen zu erkennen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026