Knapp 8,9 Millionen volljährige Menschen in Deutschland besitzen derzeit Kryptowährungen. Das entspricht 12,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Die Angaben stammen aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage, die im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint durchgeführt wurde.
Weitere 4,9 Prozent der Befragten gaben an, früher Kryptowährungen besessen zu haben, inzwischen jedoch ausgestiegen zu sein. 11,4 Prozent besitzen aktuell keine digitalen Währungen, können sich einen Kauf aber grundsätzlich vorstellen. Für 67,4 Prozent kommt ein Einstieg nach eigenen Angaben nicht infrage.
Bei Kryptowährungen in Deutschland zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. 18,8 Prozent der befragten Männer besitzen digitale Währungen, bei den Frauen liegt der Anteil bei 7,2 Prozent. Unter den 25- bis 34-Jährigen beträgt die Besitzerquote 28,4 Prozent.
Bitcoin ist unter den Krypto-Anlegern mit einem Anteil von 74,6 Prozent am häufigsten vertreten. Dahinter folgen Ethereum mit 33,1 Prozent, Solana mit 22,7 Prozent, XRP mit 18,1 Prozent, Cardano mit 13,6 Prozent und Dogecoin mit 13 Prozent. Damit konzentrieren sich Kryptowährungen in Deutschland vor allem auf bekannte Digitalwährungen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Die Zahlen belegen ein messbares Interesse an digitalen Vermögenswerten, insbesondere unter jüngeren Erwachsenen. Unternehmen können daraus jedoch keinen branchenübergreifenden Bedarf an Krypto-Zahlungen ableiten.
Handlungsempfehlungen
- Sensibilisieren Sie Ihr Team für digitale Finanzthemen. Vermitteln Sie regelmäßig Wissen über digitale Zahlungsmethoden, Cyberrisiken und aktuelle Betrugsmaschen. Dadurch können Mitarbeitende verdächtige Vorgänge früher erkennen und sicherer darauf reagieren.
- Überprüfen Sie Ihre internen Richtlinien für digitale Zahlungen und IT-Sicherheit. Kontrollieren Sie, ob Zuständigkeiten, Freigabeprozesse und Sicherheitsmaßnahmen für neue digitale Technologien eindeutig geregelt sind. Dokumentieren Sie außerdem, wie mit ungewöhnlichen Zahlungsanfragen umzugehen ist.
- Bewerten Sie neue Technologien anhand klarer Kriterien. Prüfen Sie vor jeder Einführung den konkreten Nutzen, die Kosten, die rechtlichen Anforderungen und die Sicherheitsrisiken. So vermeiden Sie Investitionen, die allein auf kurzfristigen Markttrends beruhen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026