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Mercedes droht US-Verkaufsverbot durch neues China-Gesetz

Ein Gesetzentwurf im US-Senat könnte Mercedes-Benz wegen chinesischer Beteiligungen künftig beim Verkauf vernetzter Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten einschränken.
23. Juli 2026 durch
Redaktion

Mercedes-Benz könnte von einer geplanten Verschärfung der US-Vorschriften für vernetzte Fahrzeuge betroffen sein. Der Handelsausschuss des US-Senats hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der den chinesischen Einfluss auf Hersteller und Zulieferer im amerikanischen Automobilmarkt begrenzen soll. Bevor die Regelung in Kraft treten könnte, muss sie jedoch weitere parlamentarische Schritte durchlaufen.

Der Gesetzentwurf würde Hersteller vernetzter Fahrzeuge erfassen, die nach den vorgesehenen Kriterien zu mehr als 15 Prozent von chinesischen Unternehmen oder anderen erfassten chinesischen Beteiligten gehalten werden. Bei Mercedes-Benz halten der chinesische Autobauer BAIC und der Geely-Gründer Li Shufu jeweils knapp zehn Prozent der Anteile. Zusammengerechnet liegt die chinesische Beteiligung über der im Entwurf genannten Schwelle.

Mercedes-Benz betont, dass keiner der beiden Anteilseigner allein mehr als zehn Prozent der Anteile hält und kein einzelner chinesischer Investor die Kontrolle über das Unternehmen ausübt. Darüber hinaus verweist der Konzern auf seine umfangreichen wirtschaftlichen Aktivitäten in den Vereinigten Staaten. Nach Unternehmensangaben stehen dort rund 160.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem US-Geschäft von Mercedes-Benz in Verbindung.

Auch innerhalb des zuständigen Senatsausschusses wurden mögliche Auswirkungen des Gesetzentwurfs diskutiert. Mehrere Ausschussmitglieder erklärten, dass ein Ausschluss von Mercedes-Benz nicht das erklärte Ziel der Initiative sei. Der aktuelle Entwurf sieht außerdem Übergangsfristen bis 2030 sowie die Möglichkeit vor, beim US-Handelsministerium Ausnahmen zu beantragen.

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Der Gesetzentwurf zeigt, dass geopolitische Entwicklungen und internationale Beteiligungs- strukturen den Zugang zu wichtigen Absatzmärkten beeinflussen können. Auch Unternehmen außerhalb der Automobilbranche sollten ihre Eigentümer-, Lieferanten- und Kundenstrukturen regelmäßig im Blick behalten.

Handlungsempfehlungen

  1. Beobachten Sie gesetzliche und politische Veränderungen in Ihren wichtigsten Absatz- und Beschaffungsmärkten, damit Sie neue Anforderungen frühzeitig in Ihre Planung aufnehmen können.
  2. Verteilen Sie Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner möglichst auf mehrere Märkte, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländern oder politischen Entscheidungen zu verringern.
  3. Prüfen Sie bei größeren Investitionen und neuen Kooperationen mögliche geopolitische Risiken, damit Ihre Entscheidungen auch unter veränderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 23. Juli 2026
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