Die Preise für Energie und Rohstoffe steigen im Herbst 2025 spürbar an. Besonders Heizöl, Holzpellets und Strom kosten wieder deutlich mehr als noch zu Jahresbeginn. Auch bei industriellen Grundstoffen wie Stahl, Kupfer und Aluminium zeigen sich neue Preisspitzen. Die Gründe reichen von globalen Lieferengpässen über geopolitische Unsicherheiten bis hin zu höheren Transportkosten.
Für viele Betriebe, insbesondere im Mittelstand, bedeutet das: Der Anteil der Betriebskosten an der Gesamtkalkulation wächst rasant. Wer Energie oder Materialien in großen Mengen einkauft, kämpft mit steigenden Ausgaben und schwindenden Margen. Unternehmen ohne langfristige Lieferverträge sind von kurzfristigen Preisschwankungen besonders betroffen.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage vieler Kunden verhalten, was die Möglichkeit einschränkt, höhere Einkaufspreise direkt weiterzugeben. Damit verschärft sich der Druck auf die Liquidität und Investitionskraft der Unternehmen.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Steigende Energie- und Rohstoffpreise treffen nahezu alle Branchen – von der Industrie bis zum Dienstleistungssektor. Firmen, die keine strategischen Beschaffungsmodelle etabliert haben, verlieren an Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität.
Handlungsempfehlungen
- Energieverbrauch analysieren: Erfassen Sie systematisch, wo Strom, Wärme oder Materialien ineffizient genutzt werden – kleine Einsparungen summieren sich.
- Kostenumlage prüfen: Überlegen Sie, welche Preissteigerungen transparent und schrittweise an Kunden weitergegeben werden können.
- Verträge strategisch planen: Nutzen Sie Sammelbestellungen, Rahmenverträge oder Kooperationen, um bessere Einkaufskonditionen zu sichern.
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