Die am Mittwoch veröffentlichten Straumann Halbjahreszahlen zeigen ein deutliches organisches Wachstum des Schweizer Dentaltechnikkonzerns. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Straumann einen Umsatz von 707 Millionen Schweizer Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem organischen Wachstum von 8,5 Prozent. Trotz belastender Wechselkurse erhöhten sich die ausgewiesenen Erlöse um 5,9 Prozent.
Für das gesamte erste Halbjahr weist Straumann einen Umsatz von rund 1,38 Milliarden Schweizer Franken aus. Organisch bedeutet das einen Zuwachs von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kern-EBIT-Marge erreichte bei konstanten Wechselkursen 26,9 Prozent und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Währungseffekte 25,7 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Free Cashflow um 49 Prozent auf 168,6 Millionen Schweizer Franken.
Das Geschäft entwickelte sich im zweiten Quartal in allen Regionen organisch positiv. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika verzeichnete Straumann ein Plus von 8,6 Prozent, in Nordamerika waren es 8,4 Prozent. Die Region Asien-Pazifik wuchs um 7,4 Prozent und Lateinamerika um 11,8 Prozent. Ohne das China-Geschäft erreichte Straumann in Asien-Pazifik ein organisches Wachstum von 25 Prozent. Auch auf dem deutschen Markt legte das Unternehmen zu.
Bei den Straumann Halbjahreszahlen hebt der Konzern außerdem die Nachfrage nach Intraoralscannern und die zunehmende Nutzung seiner digitalen Plattform Straumann AXS hervor. Auch das Implantatsystem iEXCEL entwickelte sich weiter positiv. Für das Gesamtjahr bestätigt Straumann seine Prognose eines hohen einstelligen organischen Umsatzwachstums. Bei konstanten Wechselkursen von 2025 soll sich die Kern-EBIT-Marge um etwa 140 bis 170 Basispunkte verbessern.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Straumanns Entwicklung zeigt die wachsende wirtschaftliche Bedeutung digitaler Zusatzangebote. Deutsche Unternehmen können bestehende Leistungen durch digitale Services ergänzen und so neue Geschäftspotenziale erschließen.
Handlungsempfehlungen
Prüfen Sie regelmäßig, welche internen Abläufe sich digital vereinfachen lassen. Konzentrieren Sie sich zunächst auf wiederkehrende Prozesse mit hohem Zeitaufwand, etwa Terminabstimmungen, Dokumentation oder Kundenanfragen.
Erweitern Sie bestehende Leistungen um digitale Zusatzangebote. Das können beispielsweise Online-Terminbuchungen, digitale Statusabfragen, automatisierte Updates oder ergänzende Serviceportale sein.
Messen Sie den wirtschaftlichen Nutzen neuer Technologien. Definieren Sie vor einer Einführung klare Ziele wie Zeitersparnis, geringere Fehlerquoten oder schnellere Bearbeitungszeiten und überprüfen Sie diese anschließend anhand konkreter Kennzahlen.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026