Die internationalen Onlineplattformen Temu und Shein gewinnen in Deutschland weiter an Marktanteilen und verändern die Wettbewerbsbedingungen im Einzelhandel spürbar. Immer mehr Verbraucher bestellen Produkte direkt über diese Anbieter, wodurch Umsätze zunehmend ins Ausland abfließen.
Aktuelle Auswertungen zeigen, dass dem deutschen Einzelhandel dadurch jährlich Einnahmen in Milliardenhöhe entgehen. Die Verschiebung betrifft sowohl stationäre Geschäfte als auch etablierte Onlinehändler, die im direkten Preisvergleich häufig nicht mithalten können.
Auch angrenzende Wirtschaftsbereiche sind betroffen. Logistik, Lagerhaltung und weitere Dienstleistungen, die eng mit dem Handel verknüpft sind, spüren die Veränderungen ebenfalls. Gleichzeitig wirkt sich die Entwicklung auf den Arbeitsmarkt aus, da sich Beschäftigungseffekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zeigen.
Darüber hinaus hat die Verlagerung von Umsätzen Auswirkungen auf die öffentlichen Einnahmen. Ein Teil der steuerlichen Wertschöpfung findet nicht mehr innerhalb Deutschlands statt.
Parallel dazu wird die Rolle von Temu und Shein zunehmend wirtschaftlich und politisch diskutiert. Im Fokus stehen insbesondere Wettbewerbsbedingungen, regulatorische Vorgaben und die Frage, inwieweit internationale Plattformen denselben Anforderungen unterliegen wie inländische Anbieter.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Der Wettbewerbsdruck im Handel steigt, Margen geraten unter Druck und regionale Wertschöpfung wandert ins Ausland ab.
Handlungsempfehlungen
Analysieren Sie Ihre Preise und Angebote regelmäßig im Vergleich zum Wettbewerb und passen Sie Ihr Leistungsversprechen gezielt an (z. B. Service, Qualität, Geschwindigkeit).
Bauen Sie aktiv eigene Kundenkanäle auf (z. B. E-Mail-Verteiler, Stammkundenprogramme), um unabhängiger von externen Plattformen zu werden.
Optimieren Sie Ihre Prozesse und Kostenstrukturen kontinuierlich, um trotz Preisdruck wettbewerbsfähig zu bleiben.
Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026