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TUI-Betriebsgewinn bricht um 27 Prozent ein

Der Reisekonzern TUI verzeichnet im dritten Geschäftsquartal einen deutlichen Ergebnisrückgang. Höhere Kosten und geopolitische Unsicherheiten belasten das Geschäft – am Jahresausblick hält der Konzern dennoch fest.
12. August 2026 durch
Redaktion

verdient als im starken Vorjahreszeitraum. Von April bis Juni sank das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 27 Prozent auf rund 234 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit etwa 275 Millionen Euro gerechnet. Auch der Umsatz ging auf rund 5,8 Milliarden Euro zurück. Der TUI-Betriebsgewinn blieb damit hinter den Markterwartungen zurück.

Das Geschäft wurde unter anderem durch geopolitische Unsicherheiten, höhere Treibstoffkosten und Kostendruck belastet. Der Iran-Krieg verursachte im dritten Quartal zusätzliche Einmaleffekte von rund 20 Millionen Euro. Gleichzeitig buchen Kunden ihre Reisen kurzfristiger. Nach Angaben von TUI entwickelte sich die Nachfrage zuletzt wieder besser: Die gebuchten Umsätze der vergangenen vier Wochen lagen sieben Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der niedrigere TUI-Betriebsgewinn steht zugleich einem besonders starken Vergleichszeitraum gegenüber. Im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hatte TUI ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 321 Millionen Euro erzielt. Im aktuellen Geschäftsjahr wirkten sich neben geopolitischen Belastungen auch höhere Kosten auf die Geschäftsentwicklung aus. Für das Gesamtjahr hat TUI seine Umsatzprognose derzeit ausgesetzt.

An seiner Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr hält TUI dagegen fest. Der Konzern erwartet weiterhin ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Voraussetzung dafür ist, dass sich die geopolitischen Spannungen nicht wesentlich verschärfen und die Treibstoffversorgung gesichert bleibt. 

Auswirkung auf deutsche Unternehmen

Steigende Kosten und kurzfristigere Kaufentscheidungen können die Planungssicherheit von Unternehmen verringern. Eine flexible Kosten-, Liquiditäts- und Absatzplanung gewinnt dadurch an Bedeutung.

Handlungsempfehlungen

  1. Führen Sie monatlich einen kurzen Kostencheck durch. Vergleichen Sie Ihre fünf größten laufenden Kostenpositionen mit dem Vormonat und legen Sie für auffällige Steigerungen konkrete Gegenmaßnahmen fest, etwa alternative Anbieter, neue Konditionen oder Einsparmöglichkeiten.

  2. Planen Sie Ihre Liquidität in mehreren Szenarien. Berechnen Sie neben Ihrer regulären Planung auch, wie sich beispielsweise 10 oder 20 Prozent weniger Umsatz auf Ihre Zahlungsfähigkeit auswirken würden. So können Sie frühzeitig festlegen, welche Ausgaben oder Investitionen bei Bedarf angepasst werden.

  3. Messen Sie Veränderungen im Kaufverhalten Ihrer Kunden. Erfassen Sie regelmäßig, wie lange Kunden bis zur Kaufentscheidung benötigen und wie sich Auftragswerte sowie kurzfristige Buchungen entwickeln. Nutzen Sie diese Daten, um Angebote, Vertriebsaktivitäten und Kapazitäten gezielter zu planen.

Bildquelle¹: © die Mitteilung / KI-Erstellung mit ChatGPT (OpenAI), 2026



Redaktion 12. August 2026
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