Die bayerische Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat im ersten Halbjahr 2025 einen deutlichen Beschäftigungsrückgang erlebt. Rund 18.000 Arbeitsplätze gingen verloren, womit aktuell noch etwa 846.000 Menschen in der Branche arbeiten – ein Minus von gut einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch die Produktionszahlen zeigen ein schwieriges Bild: Im zweiten Quartal sank die Fertigung um 1,5 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um mehr als drei Prozent. Gründe sind schwache Nachfrage und steigende Kosten, die viele Unternehmen belasten. Als Rückgrat der bayerischen Wirtschaft ist die Branche eng mit Maschinenbau, Automobilproduktion und zahlreichen Zulieferern verflochten, wodurch Stellenabbau und Auftragsschwund langfristig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gefährden.
Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Auch Unternehmen außerhalb Bayerns spüren die Folgen. Lieferketten werden instabiler, Aufträge können sich verzögern und Preisdruck nimmt zu. Gleichzeitig steigt die Unsicherheit im Personalbereich, da hochqualifizierte Fachkräfte abwandern oder schwer zu halten sind. Für die deutsche Wirtschaft insgesamt entsteht so ein Risiko zusätzlicher Belastungen.
Handlungsempfehlungen
- Mitarbeiterbindung stärken: Führen Sie regelmäßige Feedbackgespräche, flexible Arbeitsmodelle oder Bonusprogramme ein, um Fachkräfte im Unternehmen zu halten – unabhängig von der Branche.
- Kostentransparenz erhöhen: Prüfen Sie Ihre Ausgabenstruktur genau, digitalisieren Sie Controlling und Einkauf und identifizieren Sie Einsparpotenziale, die sofort wirksam werden können.
- Krisenreserven aufbauen: Schaffen Sie Rücklagen oder flexible Kreditlinien, um auch bei Nachfrageeinbrüchen oder Kostensteigerungen handlungsfähig zu bleiben.
Bildquelle¹: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)